ESC-Halbfinale: Griechenland mit E-Roller und Livegeige im Finale
ESC: Griechenland und Finnland im Finale, Boy George raus

Das erste Halbfinale des Eurovision Song Contest 2026 in der Wiener Stadthalle hat die Topfavoriten ins Finale befördert. Griechenland und Finnland, die seit Monaten die Wettquoten anführen, setzten sich souverän durch. Für Boy George und seinen Beitrag aus Großbritannien war dagegen Schluss. Die Show war geprägt von einem skurrilen Auftritt mit E-Roller, einer Livegeige und einem Protestrufer, der wegen seiner Anti-Israel-Parolen aus der Halle gebracht wurde.

Griechenlands bunte Konsumkritik

Der griechische Sänger Akýlas Mytilinaíos, 27, trat in einem Raubkatzenkostüm mit einer auffälligen Katzenohrmütze auf, die zum Modeaccessoire des Abends wurde. Sein Song „Ferto“ (deutsch: „Bring’s“) beginnt hektisch: Er fordert Luxusgüter wie „Rally cars, yacht with stars“ und goldene Uhren. Doch dann schlägt der Song in eine Ballade um, in der Akýlas gesteht: „Ich kaufe Dinge, um die Lücken in unserem Leben zu schließen.“ Diese Konsumkritik kam bei den Jurys und dem Publikum offenbar gut an. Sein Auftritt war ein visuelles Spektakel: Mit einem E-Roller düste er über die Bühne, traf seine Oma (ebenfalls mit Mütze), eine griechische Statue und einen Goldbarrenmann. Die Botschaft war klar – und erfolgreich: Griechenland qualifizierte sich für das Finale am Samstag.

Finnland mit Livegeige

Auch Finnlands Beitrag überzeugte. Linda Lampenius, eine bekannte Geigerin, und Pete Parkkonen lieferten eine emotionale Performance, die mit Livegeige und starkem Gesang punktete. Seit Monaten führen sie die Wettquoten an, auch wenn Griechenland zuletzt aufgeholt hatte. Beide Acts gehören nun zu den zehn Finalisten aus dem ersten Halbfinale.

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Boy George scheitert

Überraschend war das Aus für Boy George. Der britische Star, der mit einer experimentellen Nummer antrat, konnte die Zuschauer und Jurys nicht überzeugen. Sein Beitrag galt als Außenseiter, doch viele Fans hatten mit einer Überraschung gerechnet. Stattdessen verpasste er das Finale.

Moderationsduo und Protest

Das Moderationsduo aus Wien, das durch den Abend führte, sorgte mit müden Witzen für wenig Begeisterung. Ein Protestrufer, der gegen Israels Teilnahme am ESC demonstrieren wollte, wurde von Sicherheitskräften aus der Halle gebracht. Die Stimmung blieb insgesamt gut, auch wenn die Temperaturen in Wien eisig waren – die Eisheiligen hatten zugeschlagen.

Das zweite Halbfinale findet am Donnerstag statt, das Finale am Samstag. Dann entscheidet sich, wer den ESC 2026 gewinnt.

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