ESC-Halbfinale: E-Roller, Livegeige und Israel im Finale
ESC-Halbfinale: E-Roller, Livegeige und Israel im Finale

Am Dienstagabend fand in der Wiener Stadthalle das erste Halbfinale des Eurovision Song Contests 2026 statt. Zehn der 15 Teilnehmer sicherten sich einen Platz im großen Finale am Samstag. Zu den Favoriten gehörten Griechenland und Finnland, die beide überzeugten. Der griechische Beitrag von Akýlas Mytilinaíos, der mit einem E-Roller über die Bühne fuhr und eine Livegeige spielte, begeisterte das Publikum. Auch Israel schaffte es ins Finale, während Boy George mit seiner Darbietung nicht weiterkam.

Griechenland mit Katzenohren und Konsumkritik

Der 27-jährige Akýlas trat in einem Raubkatzenkostüm mit einer Mütze auf, die stilisierte Katzenohren trug. Sein Song „Ferto“ (deutsch: „Bring's“) beginnt mit einer Liste von Luxusgütern wie „Rally cars, yacht with stars“ und goldenen Uhren, schlägt dann aber in eine Ballade um, in der er singt: „Ich kaufe Dinge, um die Lücken in unserem Leben zu schließen.“ Diese Konsumkritik kam bei den Jurys gut an, die die Hälfte der Punkte vergeben. Das Publikum dürfte der hyperenergische Auftritt ebenfalls begeistert haben.

Finnland und andere Qualifikanten

Finnland, vertreten durch Linda Lampenius und Pete Parkkonen, war ein weiterer Topfavorit und qualifizierte sich ebenfalls. Weitere Finalisten waren unter anderem Albanien, Armenien, Australien, Belgien, Kroatien, Zypern, die Niederlande und Portugal. Insgesamt traten 15 Acts an, von denen zehn weiterkamen.

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Israel und Boy George

Der israelische Beitrag sorgte für Kontroversen. Während des Auftritts rief ein Protestrufer etwas gegen Israel, wurde aber schnell aus der Halle gebracht. Israel schaffte es dennoch ins Finale. Boy George, der als Act für das Vereinigte Königreich antrat, verpasste dagegen die Qualifikation. Seine Darbietung kam beim Publikum nicht gut an.

Moderation und Stimmung

Das Moderationsduo führte mit müden Witzen durch den Abend. Sarah Engels, die für Deutschland antrat, durfte vor Livepublikum proben. Die Stimmung in der Halle war trotz der Eisheiligen in Wien aufgeheizt, viele Fans trugen die Katzenohrmütze des griechischen Sängers als Modeaccessoire.

Ausblick auf das Finale

Am Samstag treten nun 26 Acts im Finale an, darunter die zehn aus dem ersten Halbfinale, zehn aus dem zweiten Halbfinale am Donnerstag und die sechs automatisch qualifizierten Länder (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien und der Gastgeber Österreich). Die Wettquoten sehen Griechenland und Finnland weiterhin vorne, aber auch andere Acts könnten überraschen.

Der Eurovision Song Contest bleibt ein Spektakel der Superlative, bei dem Musik, Mode und politische Botschaften aufeinandertreffen. Das Finale verspricht Spannung bis zur letzten Minute.

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