Wilde Bondage-Show beim ESC: Rumänin mit Skandal-Song im Finale
Wien – Schrill, schriller, ESC! Auch das zweite Halbfinale des Eurovision Song Contest bot am Donnerstagabend wieder alles, was ESC-Fans lieben. Und eine legte sogar noch eine Schippe drauf: Die Sängerin Alexandra Capitanescu (23) aus Rumänien ließ es in der Wiener Stadthalle mit einer wilden Bondage-Show krachen. Dabei hatte ihr Titel „Choke me“ (auf Deutsch etwa: „Würg mich“) schon im Vorfeld für Kontroversen gesorgt.
„Mir hat es das Glas vom Tisch gehauen“
Mit Capitanescu sangen in der zweiten Runde 15 Künstler und Bands um die letzten zehn begehrten Tickets für das große Finale. Bei der Rumänin, die in knappem Leder-Outfit samt Overkneestiefeln auftrat, ging es besonders heiß her. Weiße Seile aus Neonlicht fesselten sie zu Anfang an ihre Gitarristen. Danach krabbelte die Musikerin auf allen Vieren über die Bühne, während Feuerfontänen, abgestimmt zu den Beats, in die Höhe schossen. ESC-Kommentator Thorsten Schorn (50) nach der Nummer: „Das hat jetzt so gescheppert in der Wiener Stadthalle. Mir hat es das Glas vom Tisch gehauen.“ Der ganze Aufwand hatte sich am Ende gelohnt. Capitanescu schaffte es mit ihrem Skandal-Song ins Finale.
Auch sie sorgte für Schnappatmung: Antigoni Buxton (30), die mit dem Song „Jalla“ für Zypern an den Start ging, heizte der Menge mächtig ein. Leicht bekleidet und die Hüften schwingend, erinnerte die Blondine mit den wilden Locken an Shakira. Während des Auftritts stand die Sängerin zeitweise sogar auf einem Tisch. Sie wird ebenfalls am Samstagabend im Finale stehen.
Ein männlicher Hingucker: Jonas Lovv (31) aus Norwegen. Der trat mit nacktem, dafür multipel tätowiertem Oberkörper auf und konnte mit seinem Song „Ya Ya Ya“ das Publikum in der Halle mitreißen. Kommentator Schorn scherzte bei so viel Haut: „Es gibt so Partys, da darf man eventuell nur obenrum oder untenrum etwas anhaben.“
„Wo ist Joachim Llambi, wenn man ihn mal braucht?“
Moderiert wurde die Live-Show erneut souverän von Victoria Swarovski (32) und Michael Ostrowski (53). Das Duo sorgte bereits beim Opening für Lacher. Die beiden parodierten den Auftritt des österreichischen Sängers JJ, der mit „Wasted Love“ den vergangenen ESC gewann. Wie auch im ersten Halbfinale spielte sich das Team wieder die Bälle zu und brachte sogar das Publikum und die Künstler im Saal nach Walzerklängen zum Tanzen. Thorsten Schorn ulkte: „Wo ist Joachim Llambi, wenn man ihn mal braucht?“
Im Finale stehen am Samstag: Bulgarien, Ukraine, Norwegen, Australien, Rumänien, Malta, Zypern, Albanien, Dänemark, Tschechien.



