Filmkunstfest Schwerin 2026: Isländisches Road-Movie begeistert im Museumshof
Filmkunstfest Schwerin: Isländisches Road-Movie im Museumshof

Das Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin präsentiert in diesem Jahr Island als Gastland. Bis Sonntag können Besucher ein vielfältiges Film- und Kulturprogramm erleben, das in Zusammenarbeit mit dem Reykjavik International Film Festival, dem Isländischen Filmarchiv und der isländischen Botschaft entstanden ist. Ein besonderer Höhepunkt war die Open-Air-Premiere des isländischen Road-Movies „Poems“ im Innenhof des Staatlichen Museums.

Open-Air-Premiere trotz widriger Witterung

Am Mittwochabend zeigte das Festival den Film „Poems“ des schottischen Regisseurs Robin Thomson. Der Film begleitet die Sopranistin Álfheiður Erla Guðmundsdóttir und den Musiker Viktor Orri Árnason auf einer Reise durch die atemberaubenden Landschaften Nordislands. Trotz Wind und Regen ließen sich die Zuschauer die Vorführung nicht entgehen. Museumsdirektorin Pirko Kristin Zinnow scherzte vor dem Film: „Ich denke, Open Air bei sommerlichen Temperaturen kann jeder. Schwerin kann noch viel mehr.“

Filmkunstfest-Leiter Volker Kufahl führte in den Film ein und zitierte den isländischen Dichter Gyrðir Elíasson, dessen Werke die Fragilität der menschlichen Existenz und die Beziehung zur Natur thematisieren. Der Film selbst erforscht das Spannungsfeld zwischen Poesie und Mensch vor grandioser Naturkulisse. Die Zuschauer erhielten seltene Einblicke in das Schaffen bedeutender isländischer Lyriker und deren Inspiration durch die isländische Landschaft. Trotz Kälte und Regen wurde der Abend zu einer bereichernden Begegnung mit isländischer Poesie, Landschaft und Musik.

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Premiere des Filmessays über Klein Hundorf

Parallel zur Open-Air-Vorführung feierte der Aachener Filmemacher Michael Chauvistré im fast ausverkauften Capitol die Premiere seines Filmessays „Glück allein macht auch nicht wahnsinnig weise“. Bereits in den frühen 1990er-Jahren hatte Chauvistré mit seiner 16-Millimeter-Kamera das Leben in der ostdeutschen Kommune Klein Hundorf dokumentiert. Nun kehrte er nach Jahrzehnten zurück und zeigt in seinem neuen Film, was aus den Träumen von damals geworden ist. Auf der anschließenden Premieren-Party im Dezernat 5 wurde bis in die Nacht über Liebe, Partnerschaft und das Zusammenleben an diesem besonderen Ort diskutiert. Selten kommen Regisseur, Zuschauer und Protagonisten einander so nah wie bei diesem Festival in Schwerin.

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