Gustav Schäfer: Der Schlagzeuger von Tokio Hotel abseits der Bühne
Er ist der Mann am Schlagzeug einer der erfolgreichsten deutschen Rockbands aller Zeiten: Gustav Schäfer (37). Während Tokio Hotel mit Hits wie "Durch den Monsun" weltweit die Charts stürmte, blieb der Musiker stets die ruhige Seele im Hintergrund. Doch wer ist der Schlagzeuger eigentlich privat, wie lebt er und was treibt ihn an?
Vom Magdeburger Jungen zum Weltstar
Gustav Klaus Wolfgang Schäfer erblickte am 8. September 1988 in Magdeburg das Licht der Welt. Schon mit fünf Jahren entdeckte er seine Leidenschaft für das Schlagzeugspiel und ließ sich während seiner Schulzeit an einer Musikschule professionell ausbilden. Sein großes Vorbild war damals Lars Ulrich, der legendäre Drummer von Metallica.
Die entscheidende Wende kam durch die Freundschaft mit Georg Listing, den er in der Musikschule kennenlernte. Gemeinsam mit den Zwillingen Bill und Tom Kaulitz gründeten sie 2001 die Band "Devilish". Nach vier Jahren im Verborgenen entdeckte sie 2003 Musikproduzent Peter Hoffmann, woraufhin ein Vertrag mit Sony Music folgte und die Band sich in "Tokio Hotel" umbenannte.
Der Durchbruch ließ nicht lange auf sich warten: Noch im selben Jahr landeten sie mit "Durch den Monsun" ihren ersten Nummer-1-Hit. Plötzlich stand der damals 16-jährige Gustav Schäfer im Rampenlicht internationaler Bühnen.
Karriere bei Tokio Hotel und Fernsehauftritte
Seit über 20 Jahren gibt Gustav Schäfer bei Tokio Hotel wortwörtlich den Takt vor. Die Band veröffentlichte zahlreiche Alben, die nicht nur in Deutschland, sondern weltweit in die Charts einstiegen. Statt des Schulhofs tauschte Schäfer den Tourbus, statt kleiner Jugendclubs spielte er in ausverkauften Arenen.
Im Gegensatz zu seinen extrovertierten Bandkollegen Bill und Tom Kaulitz meidet Schäfer normalerweise das Rampenlicht. Dennoch wagte er sich vereinzelt vor die Kameras: 2023 zeigte er in "Grill den Henssler" seine Kochkünste, konnte sich aber nicht gegen Starkoch Steffen Henssler durchsetzen.
Die große Herausforderung: Let's Dance 2026
Im Jahr 2026 sucht der Rockstar eine ganz neue Herausforderung: Gustav Schäfer tritt in der neuen Staffel von "Let's Dance" an. Gemeinsam mit Profitänzerin Anastasia Maruster will er beweisen, dass er nicht nur den Rhythmus auf dem Schlagzeug halten kann.
In der Kennenlernshow startete er mit einem Charleston zu "I Like to Move It" aus Madagascar und erhielt 11 Punkte. Doch er zeigte Steigerungsfähigkeit:
- Show 1: Walzer zu "Open Arms" - 18 Punkte
- Show 2: Quickstep zu "Rock me Amadeus" - 20 Punkte
- Show 3: Cha Cha Cha zu "Boogie Wonderland" - 17 Punkte
- Show 4: Contemporary zu "In the Air tonight" - 15 Punkte
- Show 5: Charleston zu "Morgens bin ich immer müde" - 27 Punkte
In Show 5 erreichte er mit 27 Punkten seine bisher höchste Wertung und überraschte damit Jury und Publikum.
Privatleben: Der Familienmensch aus Magdeburg
Anders als auf der Bühne ist Gustav Schäfer im Privatleben kein Mann der lauten Töne. Bandkollege Bill Kaulitz beschreibt ihn als "in sich ruhend und gefestigt". Im Gegensatz zu den Kaulitz-Brüdern, die seit 2010 in Los Angeles leben, zeigt sich Schäfer heimatverbunden.
Seiner Geburtsstadt Magdeburg ist er ein Leben lang treu geblieben. Noch heute lebt er dort mit seiner Frau und Tochter in der Hauptstadt Sachsen-Anhalts. Die Familie ist ihm laut eigenen Angaben wichtiger als alles andere auf der Welt. Urlaubsbilder auf Instagram zeigen ihn regelmäßig im Kreise seiner Liebsten, etwa bei einem Familienurlaub in Kroatien.
Gustav Schäfer beweist damit, dass ein erfolgreicher Rockstar nicht zwangsläufig ein lautes, öffentlichkeitshungriges Leben führen muss. Der 37-Jährige findet sein Glück in der Musik, seiner Familie und der beschaulichen Heimat Magdeburg - und wagt sich 2026 mit "Let's Dance" dennoch mutig aus seiner Komfortzone.



