Margot Hellwig: Ein Leben für die Volksmusik und der schmerzhafte Abschied
Margot Hellwig, einst ein strahlender Stern am Himmel der deutschen Volksmusik, hat in einem bewegenden Interview mit der Münchner Abendzeitung offenbart, dass sie die Freude am Singen verloren hat. Die 84-Jährige, die jahrzehntelang als Duo mit ihrer Mutter Maria die Herzen des Publikums eroberte, zieht sich seit dem Tod ihres Mannes vollständig aus der Öffentlichkeit zurück.
Trauer und der Verlust der Bühnenlust
Seit dem Verlust ihres Ehemanns vor zehn Jahren hat Hellwig nicht mehr gesungen. In dem Gespräch erklärte sie: „Ich habe die Freude am Singen verloren.“ Ein mögliches Fernseh-Comeback, wie es oft in der Branche diskutiert wird, lehnt sie entschieden ab. Die Vorstellung, nach einem Auftritt in ein leeres Haus zurückzukehren, würde sie zu sehr belasten. „Das würde mich außerdem sehr traurig machen“, gestand die Künstlerin.
Ein legendäres Duo und ein würdevoller Abschied
Gemeinsam mit ihrer Mutter Maria, die im Jahr 2010 verstarb, wurde Margot Hellwig mit Hits wie „Servus, Gruezi und Hallo“ zur Ikone. Im Jahr 2015 verabschiedete sie sich in einer emotionalen Show von Florian Silbereisen von der Bühne. Nur ein Jahr später traf sie der schmerzhafte Schicksalsschlag: Ihr Mann starb nach 55 gemeinsamen Ehejahren.
Alltag und die Kraft der Erinnerung
Trotz der Trauer bewahrt Hellwig eine gewisse Routine und Würde im Alltag. Sie betonte, dass sie sich täglich zurechtmacht und keine Jogginghose trägt. „Mein Mann wollte immer, dass ich ordentlich daheim rumlaufe und mich für ihn herrichte. Das habe ich beibehalten“, erzählte sie. Diese Haltung sei auch ein Ausdruck von Selbstachtung. „Man darf nicht verschlampen“, so Hellwig, die ihre Mutter Maria als ewiges Vorbild bezeichnet, die stets gepflegt auftrat.
Die Erinnerungen an die glorreichen Jahre in den 1980ern mit ihrer Mutter bleiben lebendig, doch die Bühne gehört für Margot Hellwig endgültig der Vergangenheit an. Ihr Fokus liegt nun auf dem privaten Leben und der Bewältigung der Verluste, die sie geprägt haben.



