Matthis Wroblewski: Vom Lüneburger Kulturpreis zur Hamburger Jazzszene mit Posaune
Matthis Wroblewski: Posaunist zwischen Lüneburg und Hamburg

Matthis Wroblewski: Ein Posaunist zwischen Lüneburger Auszeichnung und Hamburger Bühnen

Der 24-jährige Matthis Wroblewski aus Lüneburg hat mit seiner Posaune bereits bemerkenswerte Erfolge erzielt. Vor zwei Jahren erhielt er den Kulturförderpreis des Landkreises Lüneburg, eine Auszeichnung, die er als "etwas ganz Besonderes" beschreibt. Inzwischen studiert er an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater, wo er gerade seinen Bachelor of Arts abgeschlossen hat und nun den Master anschließt.

Musikalische Wurzeln und professionelle Entwicklung

Die Liebe zur Musik liegt bei Matthis Wroblewski in der Familie. Sein Vater Benjamin, der an der Leuphana Universität in Lüneburg lehrt, spielt Klavier, sein Bruder Jakob Schlagzeug, eine Schwester Saxofon und eine weitere singt in Musicals. Matthis entschied sich für die Posaune und entwickelte eine besondere Leidenschaft für Jazz. Zwei Jahre lang war er Mitglied des Bundesjazzorchesters, mit dem er nach Ecuador und Montenegro reiste. Dabei begleitete ihn stets seine wertvolle, Secondhand erworbene Posaune, die er für Flugreisen als etwas sperrig, aber unverzichtbar empfindet.

Vielfältige Auftritte und finanzielle Unabhängigkeit

Wroblewski tritt zwei- bis dreimal pro Woche abends mit verschiedenen Bands auf, darunter gelegentlich die NDR Big Band. Diese Engagements ermöglichen es ihm, sein Studium zu finanzieren. Sein Instrument, ein etwa 2.000 Euro teures Modell, lässt er manchmal im abschließbaren Instrumentenraum der Hochschule, obwohl er ein besseres Gefühl hat, wenn es über Nacht in seiner Nähe ist. "Die meisten Jazzmusiker spielen mit alten Instrumenten", erklärt er und fügt hinzu, dass früher mehr mit Liebe verarbeitet wurde.

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Zukunftspläne: Unterricht als zweites Standbein

Neben seiner musikalischen Karriere denkt Matthis Wroblewski an eine sichere Zukunft. Sein Interesse am Unterrichten in der Schule könnte zu einem Referendariat führen. Seine Bachelor-Arbeit mit dem Titel "Improvisation in der Schule" widmete er diesem Thema, wobei er mit einer zehnten Klasse experimentierte. Sein ehemaliger Lehrer Frank Reimann lobte einst sein Spiel als Ergebnis von Fleiß, Disziplin und Entbehrung, das dennoch leicht und flockig klingt. "Ich weiß nicht, ob ich ein Leben lang Berufsmusiker sein möchte", sagt der Student, der auch Hobbys wie Laufen, Backen und Kochen pflegt.

Persönliches und künstlerische Einflüsse

Matthis Wroblewski wohnt mit seiner Freundin in Hamburg-Bergedorf, nur einen Katzensprung von Lüneburg entfernt, wo er in der Vorweihnachtszeit oft im Theater spielte. Seine musikalischen Vorbilder sind Jazzgrößen wie Nils Landgren und Keith Jarrett. Bei Auftritten mit Kollegen und seinem Bruder covert er Songs und spielt eigene Stücke, nicht nur mit der Posaune, sondern auch mit einem Euphonium, einem tiefen Blechblasinstrument. Ein Auslandssemester in der Dominikanischen Republik erweiterte seinen Horizont für Salsa.

Hamburg als ideales Umfeld

Für den talentierten Posaunisten ist Hamburg mit seinen Jazz-Clubs das perfekte Pflaster. "Hamburg ist attraktiv für viele Orchester, dazu gibt es bei den Musicals gute Jobs", betont er. Besonders begeistert ist er von der Elbphilharmonie, die er nach Auftritten mit der NDR Big Band als "krass" und etwas Besonderes beschreibt. Mit seinem Engagement und seiner Vielseitigkeit baut Matthis Wroblewski Schritt für Schritt eine vielversprechende Karriere auf, die Musik und Lehre verbindet.

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