„My Ex“: Palina Rojinski sucht Traummann unter Ex-Lovern
Palina Rojinski sucht Traummann unter Ex-Lovern

Kann die große Liebe wirklich der Ex sein? In der neuen ZDFneo-Serie „My Ex“ folgt Palina Rojinskis Rolle einem Orakel – und landet mitten in alten Beziehungen zwischen Muttersöhnchen und Muskelprotz.

Handlung und Hintergrund

In ihrer ersten Serienhauptrolle verkörpert Rojinski (41) die Interior-Designerin Ivy. Ausgerechnet im Zeitalter von Dating-Apps sucht ihre Rolle ihren Traummann nicht digital, sondern in einer alten Erinnerungskiste. Denn laut einem Orakel versteckt sich in ihrer Vergangenheit, genauer gesagt unter ihren Ex-Beziehungen, die große Liebe. Das Problem: Sie hat nur drei Monate Zeit für die Suche, sonst bleibt sie für immer einsam und unglücklich.

Das ist die Ausgangslage der ZDF-Serie „My Ex“ (im ZDF-Streamingportal ab diesem Montag/27.4.; im Fernsehen linear in Doppelfolgen am 6.5., 13.5. und 20.5. bei ZDFneo). Die zugrundeliegende Idee, die auf dem israelischen Format „Mythological Ex“ basiert, klingt originell, wirkt in der Umsetzung aber manchmal etwas überzeichnet. Insgesamt bleiben die sechs Episoden, die immer wieder zwischen Gegenwart und Rückblenden wechseln, trotzdem unterhaltsam.

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Orakel sagt mit Tarotkarten Liebesleben voraus

Während ihre Freundinnen in einer Beziehung stecken oder gar kurz vor der Hochzeit stehen, hat sich Ivy gerade von ihrem Freund Chris (August Wittgenstein) getrennt. Bei einem Junggesellinnenabschied lässt sie sich von einem Großstadtorakel (Daniel Zillmann) in einem Wohnwagen die Zukunft in puncto Liebe mit Tarotkarten vorhersagen. In der dramatischen Wahrsagersitzung (Orakel Boris: „Du hattest echt viele Männer in deinem Leben, Respekt!“) kommt heraus, dass sie ihren Traummann schon kennt und ihn bis zur Tag-und-Nacht-Gleiche im September – sprich innerhalb des Sommers – finden muss. Daraufhin kramt Ivy mit ihren Freunden (Helgi Schmid, Caro Cult, Max Schimmelpfennig) die alten Erinnerungen wieder aus und trifft in jeder neuen Episode eine Ex-Flamme nach der anderen.

Muttersöhnchen, Rapper, Muskelprotz

Regisseur Tarek Roehlinger nutzt dafür immer wieder Rückblenden, die die früheren Liebschaften zeigen – und wieso sie scheiterten. Zum Beispiel die Beziehung mit dem verwöhnten Muttersöhnchen Paul (Tim Oliver Schultz). Als sie Paul wiedertrifft, ist seine Mutter zwar gestorben, schnell soll Ivy ihn dann aber umsorgen, seinen „Glückspulli“ waschen („aber nur mit Hand, weil Kaschmir“) und wegen seiner Stauballergie öfter saugen.

Eine andere Beziehung mit dem erfolglosen Sänger Nico (David Vormweg), auch „Schnulzen-Nico“ genannt, scheiterte an seinen (zu) emotionalen Ausbrüchen. Beim Wiedersehen wird er mittlerweile als Rapper gefeiert. Ivys Reise führt auch zu einem Ex-Freund, der mittlerweile schwul ist, zu einem Muskelprotz und zu einer alten Verflossenen, die als Atemtrainerin arbeitet.

Rojinski: Serie regt zum Nachdenken an

Die verschiedenen Konstellationen bringen immer wieder frischen Wind in die Handlung. Gleichzeitig macht es auch Spaß, Rojinski in den Rückblenden in unterschiedlichen Looks – je nach Ivys Lebensphase – zu sehen. Immer wieder wird dabei klar: Die alten Beziehungen zerbrachen stets aus einem guten Grund – und genau diese Gründe haben sich auch in der Gegenwart nicht in Luft aufgelöst. Zwar haben sich manche Ex-Partner auf den ersten Blick verändert, doch bei genauerem Hinsehen zeigen sich dieselben Muster und Konflikte wie damals. Auch Ivy erkennt, dass es nicht nur an den anderen liegt, sondern auch an ihren eigenen Erwartungen.

In einem ZDF-Interview sagte Rojinski, die Serie rege aus ihrer Sicht zum Nachdenken an, wie es bei einem selbst laufe. „Wie war das eigentlich bei mir? Was ist der Status quo? Wo habe ich meine unbearbeiteten, kleinen Dämonen? An welche Themen traue ich mich noch nicht ran? Welchem Drachen muss ich noch begegnen, um bei mir selbst anzukommen oder meine große Liebe zu finden?“ Zum Thema Schicksal sagte sie: „Ich glaube schon, dass wir irgendwie geführt werden“. Die Schauspielerin („Nightlife“, „Traumfrauen“) interessiert sich auch privat für Astrologie.

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