Radiohead attackiert US-Abschiebebehörde ICE wegen unerlaubter Nutzung ihres Songs
Radiohead attackiert ICE wegen unerlaubter Songnutzung

Radiohead wehrt sich gegen unerwünschte Nutzung ihres Songs durch US-Behörde

Die britische Rockband Radiohead hat die US-Einwanderungsbehörde ICE mit deutlichen Worten aufgefordert, ein Video von ihren Social-Media-Kanälen zu entfernen, das mit ihrer Musik unterlegt ist. In einer scharfen Stellungnahme verurteilt die Band die Verwendung ihres Songs "Let down" für politische Propaganda.

Unterlegtes Video macht Stimmung gegen Migranten

Die US-Abschiebebehörde ICE hatte auf ihren Social-Media-Kanälen ein Video veröffentlicht, das Fotos von US-Amerikanern zeigt, die Opfer von Gewaltverbrechen wurden. Die Behörde schreibt diese Verbrechen illegal in den USA lebenden Einwanderern zu. Das Video ist mit einer Chor-Version des Radiohead-Songs "Let down" unterlegt, der erstmals 1997 auf dem Album "OK Computer" erschien.

"Wir verlangen, dass die Amateure, die den Social-Media-Account von ICE verwalten, diesen löschen", heißt es in der offiziellen Stellungnahme der Band. Radiohead betont, dass der Song ohne ihre Einwilligung verwendet wurde und eine tiefe persönliche Bedeutung für die Band und ihre Fans hat.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Emotionale Reaktion der Künstler

Die Bandmitglieder reagierten emotional auf die Instrumentalisierung ihrer Musik. "Das ist nicht lustig, dieser Song bedeutet uns und anderen sehr viel, und ihr könnt ihn euch nicht einfach so aneignen", erklärte die Band. In der Stellungnahme folgte der deutliche Zusatz: "Und außerdem: Go fuck yourselves."

Radiohead sind nicht die ersten Musiker, die sich gegen die unerwünschte Nutzung ihrer Werke durch US-Behörden wehren. Bereits Ende vergangenen Jahres hatte das Weiße Haus ein Video veröffentlicht, in dem Demonstranten gegen ICE protestieren, unterlegt mit dem Sabrina-Carpenter-Song "Juno". Carpenter bezeichnete das Video damals als "bösartig und widerwärtig".

Wiederholtes Problem mit Musikrechten

Im Oktober hatte sich auch Sänger Kenny Loggins dagegen gewehrt, dass die US-Regierung seinen Song "Danger Zone" in einem KI-generierten Video verwendete. Der Clip zeigte Donald Trump, wie er aus einem Jet braune Flüssigkeit auf Demonstranten regnen ließ.

Diese wiederholten Fälle zeigen ein zunehmendes Problem: Die Instrumentalisierung von Musik durch politische Institutionen ohne Zustimmung der Künstler. Radiohead betonen in ihrer Stellungnahme, dass künstlerische Werke nicht einfach für politische Zwecke vereinnahmt werden dürfen, besonders wenn sie damit Stimmung gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen gemacht wird.

Die Band bleibt bei ihrer Forderung: Das Video muss umgehend von allen ICE-Kanälen entfernt werden. Die scharfe Reaktion der Musiker unterstreicht die Bedeutung von Urheberrechten und der ethischen Verwendung künstlerischer Werke im politischen Kontext.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration