Sarah Engels setzt auf familiäre Unterstützung bei ESC-Auftritt in Wien
Sängerin Sarah Engels bereitet sich intensiv auf ihren Auftritt beim Eurovision Song Contest in Wien vor und betont dabei die entscheidende Rolle ihrer Familie. Die 33-jährige Kölnerin, die seit 2021 mit ihrem Mann Julian verheiratet ist und zwei Kinder hat, sieht in der familiären Unterstützung eine wesentliche Kraftquelle für ihre Bühnenpräsenz.
Familie als Fundament für den Erfolg
„Ich muss meine Familie in Wien auf jeden Fall dabei haben, ohne sie geht es nicht“, unterstrich Engels im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. „Sie müssen einfach mitkommen.“ Für die Sängerin ist dieser Rückhalt unverzichtbar, um die anstrengenden Proben und den Wettbewerbsdruck zu bewältigen.
Die gebürtige Kölnerin beschreibt, wie wichtig ihr dieser familiäre Anker ist: „Es ist für mich total wichtig, dass ich jeden Abend nach einer harten Probe dieses Glitzerkleid ausziehen und das Make-up abwaschen kann und dann weiß: Da warten Menschen auf mich, die mich einfach nur lieben.“ Diese emotionale Basis gebe ihr die nötige Erdung und Energie, um am nächsten Tag wieder voll durchstarten zu können.
Kritik an deutscher Schwarzmalerei
Zugleich äußerte Sarah Engels sanfte Kritik an der oft pessimistischen Grundhaltung, die viele Deutsche gegenüber dem ESC-Auftritt ihres Landes an den Tag legen. „Ich würde mir für unser Land manchmal wünschen, dass wir auch mal sagen: 'Hey, da geht jetzt eine Künstlerin für uns hin und wir supporten sie einfach mal', anstatt immer nur das Haar in der Suppe oder das Negative zu suchen“, erklärte die Musikerin.
Sie wies darauf hin, dass in anderen Nationen häufig eine ganz andere Einstellung vorherrsche: „In anderen Ländern werden die Kandidaten oft bedingungslos gefeiert, egal was kommt.“ Diese bedingungslose Unterstützung vermisse sie teilweise in der deutschen Öffentlichkeit.
Deutscher Vorentscheid und historische ESC-Erfahrungen
Ende Februar hatte Sarah Engels den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest gewonnen. Bei der ARD-Show „Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale“ stimmte eine Mehrheit dafür, die 33-Jährige mit ihrem Pop-Song „Fire“ zum internationalen Musikwettbewerb zu schicken.
Dennoch gibt es viele skeptische Stimmen, was nicht zuletzt an den Erfahrungen der vergangenen Jahre liegen mag. Deutschland musste beim ESC in den zurückliegenden zehn Jahren zahlreiche Tiefschläge einstecken und landete häufig auf den letzten oder vorletzten Plätzen.
Ambitionierte Ziele trotz historischer Herausforderungen
Von diesen historischen Ergebnissen lässt sich Sarah Engels jedoch nicht beirren. „Ich bin super ehrgeizig und möchte alles zu 1.000 Prozent geben“, betonte die Sängerin. Gleichzeitig wolle sie den Auftritt genießen, ohne sich „zu verkopfen“ oder unter zu großem Druck zu stehen.
Ihr Fokus liegt klar auf der bestmöglichen Performance, während sie gleichzeitig die Freude am Moment bewahren möchte. Das ESC-Finale findet am 16. Mai in Wien statt, wo Sarah Engels Deutschland vertreten und hoffentlich neue positive Impulse für die deutsche ESC-Geschichte setzen wird.



