Thorsten Schorn, der deutsche Kommentator des Eurovision Song Contest (ESC), hat eine überraschende familiäre Verbindung zum Wettbewerb enthüllt. Der 50-Jährige gab in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur bekannt, dass er in die Familie eines früheren deutschen ESC-Teilnehmers eingeheiratet habe. Konkret handelt es sich um Nino de Angelo, der 1989 für Deutschland beim Grand Prix Eurovision de la Chanson in Lausanne antrat und den 14. Platz belegte.
Die komplizierte Verwandtschaft
Schorn erklärte die Verbindung im Detail: „Nino de Angelo ist der Onkel zweiten Grades meines Mannes.“ Somit sei der Sänger quasi sein „Schwieger-Großcousin“. Diese besondere Beziehung bringe auch kulinarische Vorteile mit sich: „Bei seiner Mutter sind wir immer herzlich auf Pasta und Espresso eingeladen“, verriet Schorn schmunzelnd.
Nino de Angelos ESC-Song „Flieger“ stammte übrigens aus der Feder von Dieter Bohlen. 2002 versuchte de Angelo erneut, Deutschland beim ESC zu vertreten, scheiterte jedoch im Vorentscheid an Corinna May.
Schorns dritter ESC als Kommentator
Thorsten Schorn kommentiert den ESC in diesem Jahr zum dritten Mal. Das Finale findet am Samstag in Wien statt. 2024 übernahm der Kölner das Mikro von seinem Vorgänger und ESC-Legende Peter Urban. Mit dem neuen Job hat sich für Schorn einiges verändert: Früher verfolgte er die Show mit Freunden, heute ist das aus beruflichen Gründen nicht mehr möglich.
„Ich habe immer total gerne mit Freunden in einem Wohnzimmer zusammengesessen und wir hatten natürlich auch den klassischen Käseigel mit den Fähnchen drauf und jeder hatte einen Zettel für Notizen“, erinnerte sich Schorn. „Am Ende wird gewettet, wer die ersten und die letzten Drei sind. Als ich zuletzt mitgemacht habe, habe ich gewonnen, und zwar einen Schokoladenbrunnen als freundeskreisinternen Wanderpokal“, erzählte er. „Der würde sich eigentlich auch gut in meiner Kommentatorenkabine machen.“
Die gemeinsamen ESC-Abende vermisse er ein wenig. Aber schön sei, dass die Leute, mit denen er geguckt habe, ihn ja immer noch „dabei“ hätten. Nur könnten sie ihn nun „mit der Fernbedienung laut und leise stellen“.



