Gärtnerplatztheater startet mit neun Premieren und einem Opernball in die neue Spielzeit
Gärtnerplatztheater: Neun Premieren und Opernball geplant

Gärtnerplatztheater startet mit neun Premieren und einem Opernball in die neue Spielzeit

Mit einem Zitat von Christian Morgenstern, „Es gibt in Wahrheit kein letztes Verständnis ohne Liebe“, hat Intendant Josef E. Köpplinger die 15. Spielzeit am Gärtnerplatztheater überschrieben. Diese Liebe spiegelt sich auch im Publikum wider: Die Auslastung erreicht beeindruckende 98 Prozent, die Abonnentenzahl konnte um 12 Prozent gesteigert werden, und selbst jüngere Besucher zeigen großes Interesse. Sogar die Uraufführung von Johanna Doderers Oper „Der tollste Tag“ zu Beginn der laufenden Saison erzielte beachtliche 85 Prozent Auslastung.

Neun Premieren und ein Opernball als Höhepunkte

Für die kommende Spielzeit verspricht Köpplinger neun Premieren und einen Opernball, um die Schönheit in der Welt zu bewahren. Die erste Premiere am 18. Oktober ist Rossinis „Die Reise nach Reims“, eine Oper mit zehn Hauptrollen, die anlässlich der Krönung von König Karl X. entstand. Regie führt Dirk Schmeding, und Enrico Lombardi dirigiert als Gast. Am 20. November folgt Carl Michael Ziehrers Operette „Die Landstreicher“ in Oberbayern, inszeniert von Christiane Lutz mit einem neuen Text von Köpplinger.

Die erste Uraufführung der Saison ist das Familienmusical „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ nach Judith Kerr, mit Musik von Thomas Zaufke, das am 9. Dezember auf der Studiobühne Premiere feiert. Im Januar 2027 erkundet das italienische Choreografenduo Kor’sia mit dem Ballett „Far West“ das Potenzial eines Westernballetts. Bis März studiert Chefdirigent Rubén Dubrovsky dann Gounods „Roméo et Juliette“ ein, inszeniert von Herbert Föttinger.

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Weitere Premieren und ein besonderer Opernball

Ende März folgt eine halbszenische Erkundung von Delibes‘ Oper „Lakmé“, mit Erklärungen durch Nikolaus Habjans Puppe Professor Bienenzeisel. Im April kommt die Uraufführung des Musicals „Finding Neverland“ nach dem Peter-Pan-Stoff, das Köpplinger selbst inszeniert. Im Juni folgt Richard Strauss‘ „Ariadne auf Naxos“, dirigiert von Michael Balke, mit jungen Gästen in den Hauptrollen.

Am Ende der Saison beendet Ballettchef Karl Alfred Schreiner seine Reihe mit „Buenos Aires 1940“, mit Musik von Astor Piazzolla und Alberto Ginastera. Im Repertoire bleiben sieben Opern, sechs Operetten, drei Ballette und drei Musicals, darunter „Les Misérables“ mit elf Vorstellungen. Dubrovsky dirigiert drei Konzerte mit Werken von Strauss und Bartók.

Ein Highlight ist der Opernball am Pfingstsamstag 2027 unter dem Motto „Vive la Belle Époque“, der als Liebeserklärung an Kunst und Kultur gedacht ist. Schirmherren sind Brigitte Fassbaender und Herzog Franz. Für den Abbautag sind Kabarettisten und ein Kinderkonzert geplant, die Generalprobe dient als Sozialprogramm.

Herausforderungen und kleine Neuerungen

Köpplinger wünscht sich eine zweite Bühne für Studio-Musicals, doch dies gestaltet sich schwierig. Pläne für einen Umzug ins Kino am Sendlinger Tor wurden verworfen. Eine kleine Neuerung: Kaffee ist bei Abendvorstellungen wieder verfügbar, allerdings nur im Parkett, nicht im Pausenfoyer. Informationen zu Abos und Terminen sind auf der Website des Theaters zu finden.

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