Benzin in USA 50 Prozent teurer als vor Irankrieg
Benzin in USA 50 Prozent teurer als vor Irankrieg

Der durchschnittliche Preis für Normalbenzin in den USA ist innerhalb einer Woche um 31 Cent pro Gallone (3,8 Liter) gestiegen. Damit kostet Benzin aktuell im Schnitt 4,48 Dollar an der Zapfsäule – rund 50 Prozent mehr als vor dem Irankrieg. Dies gab der US-Automobilclub AAA bekannt.

Ursache: Rohölpreis explodiert

Hauptgrund für den Preisanstieg ist der Sprung bei den Rohölpreisen. Der Ölpreis hat sich seit Beginn des Waffengangs teils mehr als verdoppelt. Auslöser ist die Sperrung der Straße von Hormus. Irans Regime reagierte damit auf die von US-Präsident Donald Trump befohlenen großflächigen Angriffe auf Iran.

Politische Brisanz: Midterms im November

Die Entwicklung ist politisch brisant. US-Verbraucher reagieren traditionell empfindlich auf steigende Spritkosten. Schon früher führte dies zu politischen Folgen: Vor der Präsidentschaftswahl 2020 bat der damalige Präsident Joe Biden die Ukraine, Angriffe auf russische Ölinfrastruktur zu unterlassen, um Benzinpreissteigerungen zu vermeiden. Nun sitzt Donald Trump im Weißen Haus und könnte bei den anstehenden Midtermwahlen im November den Ärger der Wähler zu spüren bekommen. Die Republikaner fürchten, ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus zu verlieren.

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Keine schnelle Entspannung in Sicht

Rob Smith, Leiter des globalen Kraftstoffeinzelhandels bei S&P Global Energy, erklärte: „Es gibt ein grundlegendes globales Angebotsdefizit, das den Preis nach oben treibt. Egal, was Regierungen sagen oder Marktbeobachter glauben: Solange die Straße von Hormus blockiert ist, steigt der Druck auf die Preise jeden Tag.“ Wie hoch die Preise noch steigen werden, sei schwer zu prognostizieren. Bereits jetzt liegt der Preis für eine Gallone Normalbenzin ähnlich hoch wie Anfang Mai 2022, als der Ukraine-Krieg die Energiepreise in die Höhe trieb.

Smith fügte hinzu: „Selbst bei einer dauerhaften Lösung des Konflikts würde es Monate dauern, bis die Preise wieder das Vorkriegsniveau erreichen. In der Branche wird es weiter einen Risikoaufschlag für Transporte durch die Region geben. Es wird schwer sein, Reeder und Versicherungen davon zu überzeugen, dass das Risiko wieder so niedrig ist wie im Februar.“

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