Berlin: Proteste bei Auftritt von UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese
Am Rande einer Veranstaltung mit der UN-Sonderberichterstatterin für die Palästinensergebiete, Francesca Albanese, haben in Berlin-Mitte nach Polizeiangaben etwa 150 Menschen demonstriert. Die Kundgebungen fanden am Rosa-Luxemburg-Platz statt und verliefen laut Polizeibericht friedlich. Es handelte sich um eine Mischung aus proisraelischen und propalästinensischen Demonstrationen, die von Kritikern der Italienerin angemeldet worden waren.
Kritik an Albaneses Äußerungen zum Gaza-Krieg
Francesca Albanese, die seit 2022 als UN-Berichterstatterin im Amt ist, weckt mit ihrer Kritik am israelischen Vorgehen im Gazastreifen regelmäßig scharfen Widerspruch. Zuletzt sorgte eine Rede für Aufsehen, in der sie im Zusammenhang mit Israel von einem „gemeinsamen Feind“ sprach. Dies führte zu Rücktrittsforderungen von Deutschland und Frankreich. Vor der Veranstaltung im Kino Babylon hatte unter anderem die Deutsch-Israelische Gesellschaft eine Absage gefordert.
Veranstaltung mit Filmvorführung und Diskussion
Das Kino Babylon hatte eine Vorführung des Films „Disunited Nations - Die UNO und der Nahe Osten“ und ein anschließendes Gespräch mit Francesca Albanese angekündigt. Nach Beobachtungen eines Reporters fanden sich neben den Demonstranten auch Unterstützerinnen und Unterstützer von Albanese ein. Die Polizei bestätigte, dass die Lage trotz der angespannten Thematik ruhig blieb und keine Zwischenfälle gemeldet wurden.
Die Proteste unterstreichen die kontroverse Debatte um die Rolle der UNO im Nahostkonflikt und die Positionen von Albanese, die international sowohl Befürworter als auch scharfe Kritiker hat. Die Veranstaltung in Berlin zeigt, wie emotional und polarisierend die Diskussionen um den Gaza-Krieg und die israelische Politik bleiben.



