Bill Clinton schützt Donald Trump in der Epstein-Affäre
In einer mehr als vierstündigen Anhörung, die am Montag auf einem Youtube-Kanal der Republikaner veröffentlicht wurde, verteidigte der ehemalige US-Präsident Bill Clinton seinen Amtskollegen Donald Trump in der Epstein-Affäre. Clinton betonte, Trump habe ihm gegenüber nie etwas gesagt, was auf eine Verwicklung in unrechtmäßige Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hindeute. "Das hat er einfach nicht getan", erklärte Clinton während der Befragung in seinem Haus.
Erinnerungslücken und umstrittene Details
Clinton beschrieb, wie die Freundschaft zwischen Trump und Epstein seiner Kenntnis nach endete: "Er sagte: 'Weißt du, wir hatten über die Jahre hinweg eine tolle Zeit zusammen, aber dann haben wir uns zerstritten, und das alles wegen eines Immobiliengeschäfts.'" Auf Nachfrage eines Kongressabgeordneten, was genau mit dieser "tollen Zeit" gemeint sei, antwortete Clinton, er habe die Aussage nicht sexuell interpretiert. Dennoch werfen Clintons Erinnerungslücken Fragen auf, insbesondere zu seinem eigenen Umgang mit Epstein.
Bekannt ist, dass Epstein während Clintons Präsidentschaft mehrfach im Weißen Haus war und der Ex-Präsident wiederholt mit Epsteins Flugzeug reiste. In der Anhörung bestritt Clinton jedoch, jemals auf Epsteins berüchtigte Insel geflogen zu sein, obwohl eine Überlebende dies behauptet hatte. Auch zu einem umstrittenen Foto, das Clinton in einem Pool neben einer Frau zeigt, sagte er zunächst, er könne sich nicht daran erinnern, dass es aufgenommen wurde. Auf die Frage nach sexuellen Aktivitäten mit dieser Person antwortete er entschieden mit "Nein".
Solidarität von Trump und anhaltende Kontroversen
In einem selbst veröffentlichten Video betonte Clinton mehrfach, nichts Verwerfliches über Epstein oder Trump gesehen oder gehört zu haben. Daraufhin äußerte sich Präsident Donald Trump solidarisch: "Ich mag ihn, und ich mag es nicht, wenn er verhört wird." Die Anhörung sollte zur Aufarbeitung des Missbrauchsskandals um Epstein beitragen, doch beide Politiker betonten, keine hilfreichen Kenntnisse liefern zu können.
Clintons Name und Bilder tauchen weiterhin in Dokumenten zu den Epstein-Ermittlungen auf, was die Debatte über seine Rolle anheizt. Trotz seiner Aussagen bleiben viele Fragen offen, insbesondere zu den genauen Umständen seiner Kontakte mit Epstein und deren Auswirkungen auf die politische Landschaft.



