Clintons sagen per Videoschalte zu Epstein-Skandal aus - nach monatelangem Widerstand
Clintons sagen per Videoschalte zu Epstein-Skandal aus

Clintons lenken nach Widerstand ein: Aussagen zum Epstein-Skandal per Videoschalte

Nach monatelangem Widerstand haben sich die prominenten Demokraten Hillary und Bill Clinton bereit erklärt, vor dem US-Kongress zum Epstein-Skandal auszusagen. Die frühere Außenministerin wird am Donnerstag den Anfang machen, ihr Ehemann, der ehemalige US-Präsident, folgt einen Tag später. Beide Aussagen finden unter Eid statt.

Keine persönliche Anwesenheit vor dem Kongress

Allerdings werden beide Politiker nicht persönlich vor dem Kongress erscheinen. Stattdessen werden sie per Videoschalte zugeschaltet. Die Sitzungen sind nicht öffentlich, was bedeutet, dass zunächst unklar bleibt, welche Informationen daraus bekannt werden.

Das Ehepaar Clinton hatte ursprünglich Widerstand gegen die Aussage geleistet und dem republikanischen Vorsitzenden des zuständigen Aufsichtsausschusses, James Comer, vorgeworfen, ein politisch motiviertes Verfahren zu betreiben. Doch Anfang Februar schwenkten beide um und stimmten einer Aussage zu. Hintergrund war offenbar die Vermeidung eines drohenden Verfahrens wegen Missachtung des Kongresses.

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Die Folge dieser Kooperationsbereitschaft: Die Republikaner sagten die geplante Abstimmung über ein solches Verfahren ab, wie US-Medien berichteten.

Clintons in Epstein-Akten erwähnt

In den Akten zum Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, der 2019 tot in seiner Zelle gefunden wurde, finden sich sowohl der Name des früheren Präsidenten Bill Clinton als auch Fotos von ihm. Der Demokrat weist alle Vorwürfe zurück, die mit seiner Bekanntschaft zu Epstein zusammenhängen.

Auch Hillary Clinton hatte kürzlich in einem Interview bei „Maischberger“ eigene Epstein-Verbindungen abgestritten und gleichzeitig ihren Mann in Schutz genommen. „Ich habe ihn nie getroffen“, sagte sie. „Jemand sagte, ich hätte ihm einmal bei einem Empfang die Hand geschüttelt, aber daran kann ich mich nicht erinnern.“

Über mögliche Verwicklungen ihres Ehemanns in den Skandal erklärte sie: „Mein Mann hat ihn nur getroffen, weil er ein Flugzeug zur Verfügung gestellt hat, um Wohltätigkeitsprojekte zu besuchen, die Bill im Zusammenhang mit HIV/Aids durchgeführt hat. Das Angebot mit dem Flugzeug endete Jahre, bevor er verurteilt wurde.“

Hintergrund: Der Epstein-Skandal

Der New Yorker Finanzier Jeffrey Epstein leitete jahrelang einen Missbrauchsring, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Seine Kontakte reichten bis in höchste Kreise – sowohl in den USA als auch weltweit. 2019 wurde er tot in seiner Zelle gefunden, noch bevor es zum Prozess kommen konnte.

Die nun anstehenden Aussagen der Clintons vor dem Kongress-Ausschuss markieren einen bedeutenden Schritt in der Aufarbeitung dieses komplexen Falls, der seit Jahren die amerikanische Öffentlichkeit beschäftigt.

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