Erster Evakuierungsflug gestartet: Deutsche aus Nahost-Kriegsgebiet gerettet
Erster Evakuierungsflug bringt Deutsche aus Nahost zurück

Erster Evakuierungsflug bringt gestrandete Deutsche in Sicherheit

In der Nacht zu Donnerstag hob in Maskat, der Hauptstadt des Sultanats Oman, ein besonderer Flug ab: Der erste von der Bundesregierung organisierte Evakuierungsjet startete mit mehr als 250 Deutschen an Bord in Richtung Frankfurt am Main. Für viele Familien in der Heimat bedeutet dies ein Ende der quälenden Ungewissheit, denn ihre im Nahen Osten gestrandeten Angehörigen können sie nun endlich wieder in die Arme schließen.

Schutzbedürftige im Fokus der Rettungsaktion

Die Lufthansa-Maschine vom Typ Airbus A340-300 wird voraussichtlich um 7.22 Uhr auf dem Frankfurter Flughafen landen. An Bord des Sonderflugs LH345 befinden sich laut Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) besonders schutzbedürftige Personen. „Alte, Kranke, Schwache, Schwangere und Kinder“ seien für diesen ersten Flug ausgewählt worden, hatte der Minister bereits im Vorfeld angekündigt. Auf Instagram teilte er nun Fotos des Starts und bestätigte: „Weitere Flüge sind bereits geplant.“

Die Deutschen waren infolge der jüngsten US-Angriffe auf den Iran in der gesamten Golf-Region gestrandet und mussten über den Landweg nach Maskat gebracht werden. Seit Dienstag hatten bereits Fluggesellschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten vereinzelte Flüge angeboten, doch die Bundesregierung setzt nun mit systematischen Evakuierungsmaßnahmen ein deutliches Zeichen.

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Eskalation im Libanon: Israel attackiert Hisbollah-Stellungen

Während der Evakuierungsjet Kurs auf Deutschland nahm, eskalierte die Lage im Libanon erneut. Die israelische Luftwaffe griff Hisbollah-Stellungen in Beirut an und zielte nach Armeeangaben gezielt auf die Infrastruktur der Organisation. Ein Sprecher rief Anwohner dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen.

Bei Drohnenangriffen auf eine Küstenstraße wurden laut libanesischem Gesundheitsministerium drei Menschen getötet und sechs weitere verletzt. Das israelische Militär gab an, ein Hisbollah-Mitglied ins Visier genommen zu haben. Seit Beginn der jüngsten Eskalation sind libanesischen Angaben zufolge bereits mehr als 70 Menschen bei israelischen Angriffen ums Leben gekommen. In der Nacht wurde zudem ein Tanker vor der Küste Kuwaits bei einer Explosion beschädigt.

US-Senat stärkt Trump den Rücken

US-Präsident Donald Trump zeigte sich unterdessen zufrieden mit dem Kriegsverlauf. Bei einem Treffen mit Technologieunternehmern erklärte der 79-Jährige auf die Frage nach einer Bewertung auf einer Skala bis 10: „Etwa 15.“

Grund zur Freude hat Trump auch im US-Senat: Ein von Demokraten initiierter Vorstoß, der den Präsidenten verpflichten sollte, vor weiteren Militärschlägen gegen den Iran die Erlaubnis des Parlaments einzuholen, scheiterte an der republikanischen Mehrheit. Damit kann Trump vorerst ohne direkte parlamentarische Beteiligung weitermachen. Am Donnerstag soll im Kongress über die Resolution abgestimmt werden.

Die Bundesregierung setzt mit der Evakuierungsaktion ein klares Signal: Trotz der eskalierenden Gewalt in der Region lässt sie ihre Bürger nicht im Stich. Während die ersten Deutschen auf dem Heimweg sind, bereiten sich die Krisenstäbe bereits auf weitere Flüge vor – ein Hoffnungsschimmer inmitten einer zunehmend unübersichtlichen Konfliktlage.

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