Explosion auf russischem Öltanker im Schwarzen Meer: Drohnenangriff vermutet
Explosion auf russischem Öltanker im Schwarzen Meer

Explosion auf russischem Öltanker im Schwarzen Meer: Drohnenangriff vermutet

Ein aus Russland stammender Öltanker ist im Schwarzen Meer mutmaßlich von einer Unterwasserdrohne angegriffen worden. Das Schiff meldete um Mitternacht eine schwere Explosion im Maschinenraum, wie der türkische Transportminister Abdulkadir Uraloglu dem Sender 24 TV bestätigte. Er geht davon aus, dass der Vorfall durch ein gezieltes unbemanntes Unterwasserfahrzeug verursacht wurde. Die Küstenwache und spezielle Expertenteams wurden sofort entsendet, um die Situation zu bewerten und Unterstützung zu leisten.

Details zum Vorfall und zur Besatzung

Laut offiziellen Angaben gab es bei dem Angriff keine Verletzten. Der Betreiber des Tankers sowie alle 27 Besatzungsmitglieder sind türkische Staatsbürger, allerdings fährt das Schiff nicht unter türkischer Flagge. Der genaue Ort des Vorfalls wurde vom Minister nicht genannt, doch mit der Angelegenheit vertraute Kreise berichteten der Deutschen Presse-Agentur, dass der Tanker vor der türkischen Küste, nahe der Einfahrt zur Meerenge Bosporus, die durch Istanbul führt, angegriffen wurde. Zurzeit bestehe keine akute Gefahr, dass das Schiff sinkt, was die Lage etwas entspannt.

Ladung und möglicher Kontext des Krieges in der Ukraine

Der Tanker transportiert offiziellen Angaben zufolge Rohöl, wobei Medien von einer Ladung von etwa 140.000 Tonnen berichten. Ob dieser Vorfall im Zusammenhang mit dem anhaltenden Krieg in der Ukraine steht, bleibt zunächst unklar. In der Vergangenheit gab es ähnliche Angriffe auf Schiffe, die als Teil der sogenannten Schattenflotte für russisches Öl gelten, was Spekulationen über mögliche ukrainische Beteiligung nährt. Am Samstag wurde zudem an der Küste der türkischen Provinz Ordu am Schwarzen Meer eine mit Sprengstoff beladene Unterwasserdrohne gefunden, die kontrolliert gesprengt wurde. Die Herkunft dieser Drohne ist noch nicht geklärt, fügt jedoch eine weitere Dimension zu den Sicherheitsbedenken in der Region hinzu.

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Die türkischen Behörden überwachen die Situation weiterhin genau, während internationale Beobachter die Entwicklungen mit Spannung verfolgen. Dieser Vorfall unterstreicht die anhaltenden Spannungen und Risiken im Schwarzen Meer, insbesondere im Kontext des Ukraine-Konflikts und der globalen Energiemärkte.

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