Falsche Geheimdienstinformationen als mögliche Ursache für US-Angriff auf iranische Mädchenschule
Der verheerende Angriff auf eine Mädchenschule in Iran, bei dem nach offiziellen Angaben etwa 150 Schülerinnen getötet wurden, könnte auf die Verwendung falscher oder veralteter Geheimdienstinformationen durch das US-Militär zurückgehen. Dies legen aktuelle Recherchen der Nachrichtenagentur Reuters und der Washington Post nahe, die sich auf anonyme Quellen mit Kenntnis des Vorgangs stützen.
Unklare Zielidentifikation und veraltete Daten
Laut den Untersuchungen der Washington Post ist weiterhin nicht abschließend geklärt, warum genau das Schulgebäude in der Stadt Minab getroffen wurde. Eine mit der Untersuchung vertraute Person gab an, dass das Gebäude ursprünglich als Fabrik identifiziert und als genehmigtes Angriffsziel vorgesehen gewesen sei. Eine zweite Quelle verwies darauf, dass sich in der Nähe ein mutmaßliches Waffenlager befunden habe. Es bleibe unklar, ob die USA die Schule irrtümlich trafen oder ob US-Beamte über falsche Informationen verfügten und das Gebäude fälschlicherweise für das Waffenlager hielten.
Zwei weitere Quellen gegenüber Reuters bestätigten, dass die Nutzung veralteter Zieldaten möglicherweise zu dem fatalen Angriff führte. Diese Diskrepanzen in den Geheimdienstinformationen werfen ernste Fragen zur Zielauswahl und Überprüfungsprozessen auf.
Reaktionen und Untersuchungen
Das Pentagon wollte sich auf Anfrage zu diesen neuen Details nicht äußern und verwies auf laufende Ermittlungen. Der Angriff ereignete sich am ersten Tag der gemeinsamen amerikanischen und israelischen Offensive in der Region. Der iranische Uno-Botschafter hatte die Zahl von 150 getöteten Schülerinnen bestätigt und internationale Empörung ausgelöst.
US-Präsident Donald Trump hatte zunächst den Iran für den Vorfall verantwortlich gemacht, ohne dafür konkrete Belege vorzulegen. In einer späteren Stellungnahme erklärte er, die Ergebnisse der laufenden Ermittlungen abwarten zu wollen. Die Tragödie unterstreicht die gravierenden Folgen möglicher Fehler in der Zielidentifikation bei Militäreinsätzen.
Die Aufklärung des Vorfalls wird weiterhin von unabhängigen Untersuchungen begleitet, während die internationalen Spannungen in der Region anhalten. Die genauen Umstände, die zu dem Beschuss der Mädchenschule führten, bleiben Gegenstand intensiver Recherchen und diplomatischer Verhandlungen.



