Größte US-Luftstreitmacht seit dem Irak-Krieg im Anmarsch
In einer dramatischen Eskalation der Spannungen im Nahen Osten haben die Vereinigten Staaten die größte Luftstreitmacht seit dem Einmarsch in den Irak im Jahr 2003 in Richtung der Krisenregion verlegt. Laut der Military Air Tracking Alliance (Mata), einem Team von 30 Open-Source-Analysten, haben in den vergangenen Tagen Dutzende US-Kampfjets ihre Basen in den USA und Europa verlassen.
Massive Verlegung von Militärflugzeugen
Die Mata berichtet von einer beispiellosen Verlegung militärischer Luftfahrzeuge. Mehr als 85 Tankflugzeuge und über 170 Transportmaschinen sind bereits unterwegs in den Nahen Osten. Besonders bemerkenswert ist die Verlegung von sechs Frühwarnflugzeugen des Typs E-3, die als fliegende Kommandozentralen riesige Luftoperationen koordinieren können. Diese Maschinen wurden von Basen in Japan, Deutschland und Hawaii zu einem Stützpunkt in Saudi-Arabien verlegt.
Flugzeugträger USS Gerald R. Ford im Einsatz
US-Präsident Donald Trump hat zudem den größten Flugzeugträger der Welt, die USS Gerald R. Ford, von der Karibik in den Nahen Osten entsandt. Der Flugzeugträger soll gemeinsam mit der bereits im Arabischen Meer stationierten USS Abraham Lincoln den Druck auf den Iran erhöhen. Trump äußerte sich unmissverständlich: „Falls wir keine Einigung erzielen, werden wir sie brauchen.“
Diplomatie und Drohkulisse
Regierungssprecherin Karoline Leavitt betonte, dass Diplomatie stets Trumps erste Wahl sei, räumte aber ein, dass es viele Argumente für einen militärischen Angriff auf den Iran gebe. Sie forderte den Iran auf, „sehr klug“ zu handeln und ein Abkommen mit den USA zu schließen. Medienberichten zufolge wurde Trump informiert, dass das US-Militär für einen potenziellen Angriff am Wochenende bereit sei.
Verhandlungen in Genf stocken
Parallel zu den militärischen Manövern fanden in Genf Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran statt. Irans Außenminister Abbas Araghtschi erklärte im Staatsfernsehen, der Weg zu einer Einigung habe begonnen. Aus US-Regierungskreisen hieß es, es seien Fortschritte erzielt worden, doch viele Details müssten noch geklärt werden.
Kern des Streits bleibt das umstrittene Atomprogramm des Iran. Die USA wollen verhindern, dass Teheran Atomwaffen entwickelt, während der Iran sein Nuklearprogramm begrenzen will – im Gegenzug fordert er die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen.
Hintergrund der Eskalation
Die Gespräche finden vor dem Hintergrund massiver Spannungen statt. Nachdem der iranische Staatsapparat im Januar Massenproteste brutal niederschlagen ließ, drohte Trump mit einem militärischen Eingreifen und verstärkte die US-Militärpräsenz rund um den Iran deutlich. Die aktuelle Verlegung der Luftstreitmacht markiert eine neue Stufe in dieser angespannten Situation.



