Iran startet größten Raketenangriff auf Israel zu Pessach - Krieg überschattet religiöses Fest
Größter iranischer Raketenangriff auf Israel zu Pessach

Massiver Raketenangriff des Iran überschattet Pessach-Feierlichkeiten in Israel

Statt festlicher Stimmung herrschte am Vorabend des jüdischen Pessach-Fests Alarmbereitschaft in Israel. Der Iran startete am Mittwochabend den bisher größten Raketenangriff seit Beginn des Konflikts und traf damit das Land in einer besonders sensiblen religiösen Phase. Nach Angaben der israelischen Armee feuerten iranische Streitkräfte mindestens zehn Langstreckenraketen auf Zentralisrael, während fast zeitgleich die Hisbollah-Miliz vom Libanon aus mit weiteren Raketen angriff.

Sirenen ersetzen Festtagsvorbereitungen

In weiten Teilen Israels heulten die Sirenen und zwangen die Bevölkerung zur Flucht in Schutzräume und Bunker. Familien, die eigentlich ihr festliches Pessach-Abendessen vorbereiteten, mussten die Feierlichkeiten abrupt unterbrechen. Die Angriffe konzentrierten sich auf die Städte Rosh Haayin und Petah Tikva östlich von Tel Aviv, wo Raketenteile Häuser, Autos und sogar einen Spielplatz beschädigten.

Besonders bedenklich: Eine der abgefeuerten Raketen war nach israelischen Angaben mit Streumunition bestückt, deren Sprengkörper sich über einem größeren Gebiet verteilen. Diese Waffengattung ist seit 2010 durch die völkerrechtlich bindende Oslo-Konvention in über 100 Staaten verboten - der Iran hat das Abkommen jedoch nie unterzeichnet.

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Israel setzt Gegenangriffe fort

Während die iranischen Raketen auf Israel niedergingen, setzte die israelische Armee ihre eigenen Angriffe auf Ziele im Iran fort. Allein in Teheran sollen etwa 15 Produktionsstätten für Waffen getroffen worden sein. Insgesamt habe das israelische Militär in den vergangenen zwei Tagen mehr als 400 Ziele im Iran angegriffen, wie aus Sicherheitskreisen verlautete.

Ersten Informationen zufolge gab es bei den iranischen Raketenangriffen auf Israel glücklicherweise keine Verletzten. Die materiellen Schäden in den betroffenen Gebieten sind jedoch beträchtlich und werden derzeit genau erfasst.

Religiöses Leben stark eingeschränkt

Der anhaltende Konflikt überschattet das religiöse Leben in Israel in bisher nicht gekanntem Ausmaß. Aus Sicherheitsgründen sind große Versammlungen stark eingeschränkt worden. Die traditionelle Segnung an der Klagemauer in Jerusalem, zu der normalerweise zehntausende Gläubige strömen, wird in diesem Jahr nur mit etwa 50 Teilnehmern stattfinden können.

Diese massive Einschränkung der religiösen Praxis unterstreicht, wie tief der Konflikt inzwischen in das Alltagsleben der israelischen Bevölkerung eingreift. Die Pessach-Feierlichkeiten, die eigentlich der Befreiung aus der Sklaverei gedenken, finden dieses Jahr unter dem Zeichen neuer Bedrohungen statt.

Die israelische Regierung hat die Bevölkerung zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen und die Verteidigungssysteme in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Wie sich die Situation in den kommenden Tagen entwickeln wird, bleibt angesichts der eskalierten Gewalt ungewiss.

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