Iranischer Berater wütet: Trump hat Versprechen gebrochen und täuscht die Welt
Der Außenpolitikberater des verstorbenen Ajatollahs Ali Chamenei, Kamal Kharazi, hat in einem Interview mit CNN deutliche Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump erhoben. Der 81-jährige Berater erklärte, Trump habe andere getäuscht und seine Versprechen nicht eingehalten. „Während wir zweimal in Verhandlungen waren, hat man uns angegriffen“, so Kharazi in dem Gespräch mit CNN-Reporter Frederik Pleitgen.
Keine neuen Verhandlungen mit den USA
Für den iranischen Regime-Vertreter sind neue Gespräche mit den Amerikanern undenkbar – es sei denn, die USA und Israel würden es künftig nicht mehr wagen, den Iran erneut anzugreifen. Kharazi betonte zudem, Trump habe keine Ahnung von der iranischen Kultur und kenne die Menschen im Iran nicht. Immerhin gehe es um eine 500-jährige Zivilisation mit reichem Erbe, so der Berater.
Iranisches Militär sei stark und unabhängig
Im Gespräch mit Pleitgen hob Kharazi die Stärke des iranischen Militärs hervor. Die Soldaten hätten die Motivation und die Waffen, die sie benötigen und im Iran gebaut werden. „Man sei auf keinen anderen Staat angewiesen – und stehe mit voller Kraft da“, behauptete der Außenpolitikberater. Dabei ging er nicht auf die wochenlangen Proteste gegen die iranische Führung ein, bei denen Zehntausende ihr Leben verloren haben.
Nachfolge von Chamenei zeigt Systemstabilität
Die Ernennung von Modschtaba Chamenei zum neuen Obersten Führer zeige, dass das System funktioniere, verkündete Kharazi. Alles, was dessen Vater Ali Chamenei getan habe, werde nun sein Sohn tun. Diese klare Botschaft richtet sich direkt an die USA, nachdem Trump gedroht hatte, der Nachfolger werde nicht lange im Amt bleiben, sollten die USA bei der Entscheidung nicht einbezogen werden. Kharazis knappe Antwort darauf: „Das ist nicht sein Geschäft.“
USA präsentieren sich als Sieger
Trump hatte bei einer Pressekonferenz vor republikanischen Abgeordneten die USA bereits als Sieger präsentiert. Die USA hätten 5000 Ziele im Iran getroffen, die Raketenabschussfähigkeit Teherans sei auf zehn Prozent gesunken und die Zahl der gestarteten Drohnen um 83 Prozent zurückgegangen. Alle militärischen Ziele seien weitgehend erreicht worden. Dennoch werde er nicht nachlassen, bis der Feind vollständig und entscheidend besiegt ist.
Iran bereit für langen Krieg
Sollte der Konflikt andauern, könnten weitere wichtige Ziele bombardiert werden – sogar Einrichtungen zur Stromerzeugung. Diese Warnung lässt Teheran nach außen unbeeindruckt. Kharazi erklärte, der Iran sei auf einen langen Krieg vorbereitet. Für Diplomatie sehe er keinen Spielraum mehr, solange wirtschaftlicher Druck andere Länder nicht dazu bringe, die Aggression der Amerikaner und Israelis gegen den Iran zu beenden.
Die Situation bleibt angespannt, während beide Seiten ihre Positionen verhärten und keine Anzeichen für eine diplomatische Lösung in Sicht sind.



