Iran droht weltweit mit Terroranschlägen auf Touristenziele – Sind deutsche Urlauber in Gefahr?
Iran droht mit Terroranschlägen auf Touristenziele weltweit

Iran droht weltweit mit Terroranschlägen auf touristische Ziele

Eine neue Schock-Drohung aus dem Iran sorgt für internationale Besorgnis: Der Sprecher der iranischen Streitkräfte, Abolfazl Schekarchi, hat offen angekündigt, dass Gegner des Regimes künftig nirgendwo mehr sicher sein sollen – nicht einmal während ihrer Freizeit. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim News Agency würden fortan weltweit Ausflugsziele, Parks und touristische Einrichtungen ins Visier geraten.

Reaktion des Auswärtigen Amts und aktuelle Reisewarnungen

Das Auswärtige Amt beobachtet die Lage genau und verfolgt die Bedrohungslage aufmerksam. In einer Stellungnahme gegenüber Medien heißt es, dass die Reise- und Sicherheitshinweise fortlaufend überprüft und angepasst werden. „Auch der Krisenstab befasst sich lageabhängig mit den Entwicklungen in der Region und deren Auswirkungen auf die Sicherheit deutscher Staatsangehöriger“, so eine offizielle Mitteilung.

Bereits bestehende umfangreiche Reisewarnungen des Auswärtigen Amts gelten für zahlreiche Staaten, in denen eine konkrete Gefahr für Leib und Leben besteht. Diese Warnungen sind ein dringender Appell, nicht in betroffene Länder oder Regionen zu reisen. Aktuell umfasst die Liste:

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  • Afghanistan
  • Bahrain
  • Belarus
  • Haiti
  • Irak
  • Iran
  • Israel (Gazastreifen)
  • Jemen
  • Jordanien
  • Katar
  • Kuwait
  • Libanon
  • Libyen
  • Mali
  • Myanmar
  • Niger
  • Oman
  • Palästinensische Gebiete
  • Saudi-Arabien
  • Somalia
  • Sudan
  • Südsudan
  • Syrien
  • Ukraine
  • Vereinigte Arabische Emirate
  • Zentralafrikanische Republik

Für Länder, bei denen nur bestimmte Regionen betroffen sind, gibt das Auswärtige Amt Teilreisewarnungen heraus. Diese gelten derzeit unter anderem für:

  1. Ägypten
  2. Algerien
  3. Armenien
  4. Aserbaidschan
  5. Äthiopien
  6. Benin
  7. Burkina Faso
  8. Côte d'Ivoire
  9. Demokratische Republik Kongo
  10. Eritrea
  11. Ghana
  12. Indien
  13. Japan
  14. Kambodscha
  15. Kamerun
  16. Kolumbien
  17. Mauretanien
  18. Mosambik
  19. Nigeria
  20. Pakistan
  21. Philippinen
  22. Russische Föderation
  23. Thailand
  24. Togo
  25. Tschad
  26. Venezuela

Expertenanalyse: Drohungen ernst nehmen, aber besonnen bleiben

Terror-Experte Peter Neumann (51, King’s College London) rät, die Drohungen des iranischen Regimes nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „Die Drohungen des iranischen Regimes sollten wir ernst nehmen – auch weil staatlich gestützte oder inspirierte Anschläge im Ausland grundsätzlich zu seinem Repertoire gehören“, erklärt Neumann.

Seit 2018 habe es mindestens elf dokumentierte Anschläge und Anschlagsversuche der Iranischen Revolutionsgarden in Europa gegeben, typischerweise gegen jüdische Communitys, israelische Einrichtungen und iranische Dissidenten. Dennoch betont Neumann, dass es aktuell keinen Anlass für Alarmismus gebe.

„Solche Ankündigungen sind oft Teil psychologischer Kriegsführung: Sie sollen Unsicherheit erzeugen, wirtschaftlichen Schaden anrichten und politischen Druck aufbauen“, so der Experte. Dies sei die Strategie des Irans seit Tag eins des Krieges. „Entscheidend ist jetzt, besonnen zu reagieren, Sicherheitsvorkehrungen gezielt anzupassen und genau zwischen realer Gefährdung und gezielter Einschüchterung zu unterscheiden“, fügt Neumann hinzu.

Die internationale Gemeinschaft steht vor der Herausforderung, angemessen auf diese Bedrohungslage zu reagieren, ohne in Panik zu verfallen. Die Sicherheitsbehörden weltweit sind in erhöhter Alarmbereitschaft, während Reisende aufgefordert sind, die offiziellen Hinweise genau zu beachten.

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