Iran droht nach Tötung von Ajatollah Chamenei mit beispielloser Vergeltung gegen USA und Israel
Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei durch amerikanisch-israelische Luftangriffe haben die Revolutionsgarden des Landes Rache geschworen und beispiellose Vergeltungsschläge angekündigt. Die Eskalation im Nahen Osten hat bereits zu weiteren Angriffen geführt, bei denen in Israel eine Frau ums Leben kam und mehrere arabische Länder Sachschäden meldeten.
Revolutionsgarden kündigen größte Militäreinsätze der Geschichte an
In einer offiziellen Presseerklärung der Elitestreitmacht der Islamischen Republik heißt es: „In Kürze werden die größten militärischen Einsätze in der Geschichte der iranischen Streitkräfte gegen Israel und US-Stützpunkte in der Region beginnen.“ Die iranische Regierung kündigte zudem 40 Tage öffentliche Trauer und sieben Feiertage an, um den Verlust ihres obersten Führers zu betrauern.
Die gegenseitigen Angriffe setzten sich in der Nacht fort. Der Iran feuerte Raketen Richtung Israel ab und griff US-Verbündete sowie amerikanische Stellungen im Nahen Osten an. In der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv starb laut Medienberichten eine Frau beim Einschlag einer Rakete in einem Wohnblock, Dutzende weitere Menschen wurden verletzt.
Internationale Reaktionen und regionale Auswirkungen
Bei einem Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen in Bahrain entstand erheblicher Sachschaden. Bahrain ist der Hauptsitz der US-Marine im Nahen Osten. Zuvor hatten bereits die Flughäfen in Abu Dhabi und Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten Einschläge gemeldet. Mehrere arabische Länder verurteilten Irans Gegenschläge scharf und warnten vor einer weiteren Destabilisierung der Region.
US-Präsident Donald Trump verkündete den Tod Chameneis vor iranischen Staatsmedien auf seiner Plattform Truth Social: „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot.“ Der Republikaner bezeichnete dies als „größte Chance für das iranische Volk, sein Land zurückzuerobern.“
Innere Unruhen und politische Entwicklungen im Iran
Nach den ersten Berichten über Chameneis Tod brach in Teheran spontan Jubel aus. Bewohner der iranischen Hauptstadt berichteten von Menschen, die vor Freude aus ihren Fenstern schrien, und von Hupkonzerten auf den Straßen. Die Nachricht war unter anderem von iranischen Exilmedien verbreitet worden, die im Iran über Satellit empfangen werden können.
In einer offiziellen Erklärung der iranischen Regierung heißt es: „Dieses große Verbrechen wird nicht unbeantwortet bleiben und ein neues Kapitel in der Geschichte der islamischen Welt sowie des Schiismus aufschlagen.“ Das Blut Chameneis werde „wie eine reißende Quelle hervorquellen und das amerikanisch-zionistische Unrecht und die Verbrechen ausmerzen.“
Weitere Opfer und internationale Diplomatie
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wurden auch mehrere Angehörige von Chamenei getötet. Laut der Webseite Al-Arabiya, die sich auf die iranische Nachrichtenagentur Fars beruft, seien eine Tochter Chameneis, ein Schwiegersohn, eine Schwiegertochter und ein Enkel ums Leben gekommen. Aus dem Iran gab es dafür zunächst keine offizielle Bestätigung.
Auf Antrag Russlands wird es am Montag in Wien eine Sondersitzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) geben. Zuvor hatte bereits der Iran unter Verweis auf eine „Bedrohung“ der nuklearen Einrichtungen im Land eine Sondersitzung gefordert. Am Donnerstag hatten die USA und der Iran noch indirekt über das umstrittene Atomprogramm der Islamischen Republik verhandelt.
Politische Ambitionen und militärische Eskalation
Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, Reza Pahlavi, brachte sich erneut als Übergangsführer des Irans ins Spiel. In der „Washington Post“ schrieb er: „Viele Iraner haben mich, oft trotz lebensbedrohlicher Situationen, gebeten, diesen Übergang zu leiten.“ Er wolle ihrem Ruf folgen und den Weg hin zu einer neuen Verfassung freimachen, gefolgt von freien Wahlen.
US-Präsident Trump kündigte an, die Bombardierungen im Iran würden weitergehen, bis Frieden in der Region und in der ganzen Welt einkehre. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bezeichnete die am Samstagmorgen begonnenen Angriffe seines Landes gegen den Iran als „tödlichsten, komplexesten und präzisesten Lufteinsatz der Geschichte.“
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu begründete die Angriffe auf den Iran mit dem Schutz seines Landes vor einer existenziellen Bedrohung durch Teheran, insbesondere im Hinblick auf Irans Atom- und Raketenprogramm. „Es darf nicht zugelassen werden, dass sich das mörderische Terrorregime mit Atomwaffen ausrüstet, die es ihm ermöglichen würden, die gesamte Menschheit zu bedrohen“, sagte Netanjahu.
Die israelische Luftwaffe setzte ihre Angriffswellen im Iran in der Nacht fort und nahm dabei Abschussstellungen für ballistische Raketen sowie die Luftabwehrsysteme des Erzfeindes ins Visier. Die Folgen dieser Eskalation für die gesamte Region bleiben derzeit unabsehbar.



