Iran-Einsatz: US-Bürger so unzufrieden wie im Vietnam-Krieg
Iran-Einsatz: US-Bürger so unzufrieden wie in Vietnam

Historische Ablehnung: Iran-Einsatz in den USA so unbeliebt wie Vietnam-Krieg

US-Präsident Donald Trump erlebt einen herben Dämpfer: Die Zustimmung zu seinem Vorgehen im Iran sinkt rapide. Laut einer aktuellen Umfrage der „Washington Post“ halten 61 Prozent der Amerikaner den Militäreinsatz gegen das Terror-Regime in Teheran für einen Fehler. Dies ist ein historischer Wert, der zuletzt während des Irak-Kriegs (Anfang der 2000er) und des Vietnam-Kriegs (Anfang der 1970er) erreicht wurde. Zum Vergleich: Im Vietnam-Krieg (1955–1975) starben offiziell 58.220 US-Soldaten, im Irak-Krieg (2003–2011) rund 4.500. Seit Beginn des Iran-Kriegs vor zwei Monaten kamen bislang 13 US-Soldaten ums Leben.

Wirtschaftsängste und strategische Zweifel

Besonders auffällig ist die parteipolitische Spaltung: Während Republikaner den Einsatz weiterhin unterstützen, lehnen ihn Demokraten und unabhängige Wähler mehrheitlich ab. Ein zentraler Grund für die Skepsis sind die wirtschaftlichen Folgen. Viele Amerikaner berichten von steigenden Lebenshaltungskosten, insbesondere höheren Benzinpreisen. Sie befürchten, dass der Konflikt die Wirtschaft schwächen oder sogar eine Rezession auslösen könnte.

Hinzu kommen erhebliche Zweifel am strategischen Nutzen des Einsatzes. Eine Mehrheit der Befragten glaubt nicht an das Hauptziel: die Zerstörung des iranischen Atomprogramms. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass der Krieg neue Sicherheitsrisiken mit sich bringt, etwa durch eine Zunahme von Terrorismus oder eine weitere Destabilisierung der Region.

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Hintergrund: Die historische Dimension

Die Umfragewerte erinnern an die tiefste Krise des Vietnam-Kriegs, als die US-Bevölkerung zunehmend den Sinn des Einsatzes infrage stellte. Auch heute zeigen sich die Amerikaner gespalten: Während die einen eine entschlossene Haltung gegenüber dem Iran befürworten, fordern andere eine schnelle Deeskalation. Die Debatte über den Iran-Krieg dürfte die politische Landschaft in den USA noch lange prägen.

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