Militärische Eskalation im Nahen Osten: Iran-Krieg weitet sich aus
Iran-Krieg: Eskalation im Nahen Osten

Militärische Eskalation im Nahen Osten: Iran-Krieg weitet sich aus

Raketenalarm, Explosionen, Brände und abgestürzte Militärjets bestimmen seit Tagen das Bild im Nahen Osten. Seit dem Beginn des Krieges gegen den Iran überschlagen sich die Ereignisse in zahlreichen Ländern der Region. Die Sorgen, dass sich der Konflikt auf die gesamte Region ausweiten könnte, scheinen sich immer mehr zu bestätigen. Ein detaillierter Überblick über die aktuellen Entwicklungen.

USA und Israel greifen den Iran an

Seit Samstag wurden mehr als 2.000 Ziele im Iran angegriffen. Die Angriffe richten sich gegen militärische Infrastruktur wie Raketenabschussrampen und Flugabwehrstellungen, Hauptquartiere der Militärführung, Stützpunkte sowie die politische Führung des Landes. Auch die iranische Marine im Süden am Persischen Golf wurde attackiert. Die Hauptstadt Teheran mit ihren rund 15 Millionen Einwohnern ist den dritten Tag in Folge Ziel schwerer Bombardierungen. Bei diesen Angriffen kamen Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei und führende Militärvertreter ums Leben. Insgesamt starben bereits mehr als 550 Menschen, darunter nach iranischen Angaben auch 165 Schülerinnen einer Grundschule. Israel fühlt sich durch das iranische Raketen- und Atomprogramm in seiner Existenz bedroht, während die USA auf die Bedrohung durch die iranische Führung verweisen.

Iran reagiert mit Angriffen auf Israel

Als Reaktion auf die Angriffe feuerte Irans Revolutionsgarden, die mächtige Elitestreitmacht des Landes, eigenen Angaben zufolge zehn Wellen ballistischer Raketen auf Israel ab. Zusätzlich sind Kampfdrohnen im Einsatz, um die moderne israelische Raketenabwehr zu schwächen. In Israel kamen seit Samstag mindestens elf Menschen ums Leben, mehrere Wohnhäuser sowie eine Synagoge wurden zerstört. Ständig gibt es im Land Raketenalarm, Millionen Menschen müssen sich wegen der Angriffe immer wieder in Schutzräume begeben.

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Iran attackiert Golfregion

Als weitere Vergeltung für die Angriffe Israels und der USA attackiert der Iran Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Bahrain und Kuwait. Hunderte Raketen und Drohnen wurden gezählt, wobei die Flugabwehr der Länder den Großteil der Angriffe abfangen konnte. Die Ziele sind vor allem US-Militärstützpunkte. In den betroffenen Ländern gibt es Todesopfer, Schäden und Brände. In Kuwait stürzten mehrere US-Militärflugzeuge ab, nach US-Militärangaben durch sogenanntes „friendly fire“ bei der Abwehr iranischer Angriffe. Die Besatzungen haben laut kuwaitischem Verteidigungsministerium überlebt. In Städten wie Dubai, Doha und Manama wurden teils Hotels, Wohngebäude und Flughäfen getroffen. Diese Angriffe treffen den Ruf der Golfstaaten als stabile und sichere Standorte für Investoren und Touristen. Die Golfstaaten stehen unter Druck, militärisch zu reagieren, wollen aber nicht in einen größeren Krieg hineingezogen werden. Zudem besteht Sorge um Ölanlagen als zentrale Einnahmequelle, etwa in Saudi-Arabien, wo es im Osten nach einem mutmaßlichen Drohnenangriff zu einem Brand an einer Ölanlage kam.

Hisbollah-Miliz greift Israel an

Die vom Iran unterstützte libanesische Hisbollah-Miliz feuerte mehrere Raketen auf Israel ab. Als Begründung nannte sie die Vergeltung für die Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei. Es handelte sich um den ersten Raketenangriff seit Beginn der Waffenruhe mit Israel im November 2024.

Israel greift Ziele im Libanon an

Im Gegenzug startete Israel Angriffe auf die libanesische Hauptstadt Beirut und andere Gebiete des Landes. Die Ziele sind Waffenlager und Infrastruktur der Hisbollah sowie ranghohe Mitglieder der Miliz, explizit auch Anführer Naim Kassim. Nach libanesischen Angaben wurden rund 30 Menschen getötet und etwa 150 verletzt. Die Menschen haben Angst vor einem neuen Krieg, Familien flüchteten aus dem Raum Beirut.

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