Vor Atomgesprächen in Genf: Iran rüstet heimlich Raketenarsenal wieder auf
Der Iran baut sein Arsenal an ballistischen Raketen und Terrorwaffen offenbar wieder auf. Dies geht aus einem aktuellen Bericht des Nachrichtenmagazins Spiegel hervor, der sich auf Satellitenaufnahmen stützt. Die Bilder sollen zeigen, dass das Regime in Teheran nach den schweren Zerstörungen im sogenannten Zwölftagekrieg mit Israel Fabriken, Testgelände und Abschussrampen in erstaunlichem Tempo repariert hat.
Hochtouren bei Raketen-Testgeländen
Besonders am Raketen-Testgelände in Schahrud und an einer zuvor nahezu zerstörten Anlage in Amand laufen die Arbeiten demnach auf Hochtouren. Vor dem Krieg mit Israel soll das Mullah-Regime über rund 2000 ballistische Raketen verfügt haben. Wie viele davon noch intakt sind, bleibt unklar. Sicher ist jedoch, dass genau diese Raketen auch im Fokus der anstehenden Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA stehen.
Gespräche in Genf mit unterschiedlichen Zielen
Am Dienstag, dem 17. Februar 2026, soll in Genf eine weitere Runde der Gespräche zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten stattfinden. Für Teheran reist Außenminister Abbas Araghtschi (63) in die Schweiz, während für die USA der Sondergesandte Steve Witkoff (68) und Jared Kushner (45), der Schwiegersohn von Ex-Präsident Donald Trump, anreisen. Die Verhandlungen werden erneut indirekt – also über Vermittler – geführt.
Der eigentliche Zündstoff liegt jedoch im Inhalt der Gespräche:
- Der Iran will ausschließlich über sein Atomprogramm und die Lockerung internationaler Sanktionen sprechen.
- Die USA fordern deutlich mehr: Neben dem Atomprogramm soll auch über das iranische Raketenarsenal verhandelt werden – also über genau jene Waffen, die Teheran derzeit wieder aufrüstet.
- Zudem soll es um ein Ende der Unterstützung für Terror-Milizen im Nahen Osten gehen, darunter die Hisbollah im Libanon und die Hamas im Gazastreifen.
Drohungen und militärische Aufrüstung
Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump sogar über einen möglichen Regimewechsel im Iran gesprochen. Für den Fall, dass die Verhandlungen scheitern, schließt Washington auch einen Militärschlag nicht aus. „Alle Optionen liegen auf dem Tisch“, erklärte Trump am 9. Februar 2026 mit Blick auf Teheran und forderte die sofortige Einstellung der Urananreicherung sowie ein Ende der Unterstützung für Milizen.
Um diese Drohung zu untermauern, verlegen die USA seit Wochen zusätzliches Militär in den Nahen Osten. Die Spannungen bleiben somit hoch, während der Iran sein Raketenarsenal im Hintergrund weiter ausbaut – ein Faktor, der die ohnehin schwierigen Gespräche in Genf zusätzlich belasten könnte.



