Eskalation im Nahen Osten: Iran startet massive Vergeltungsangriffe
Die Lage im Nahen Osten hat sich dramatisch zugespitzt. Nach gemeinsamen Angriffen der USA und Israels auf Iran, bei denen der Oberste Führer Ali Khamenei getötet wurde, hat Teheran mit massiven Vergeltungsschlägen reagiert. Die iranischen Revolutionswächter kündigten die "heftigste Offensive in der Geschichte" an und setzen ihre Drohungen umgehend in die Tat um.
Angriffe auf Golfstaaten und Israel
In der Nacht zu Sonntag setzte Iran seine Raketenangriffe fort. In mehreren arabischen Golfstaaten waren laut Augenzeugenberichten zahlreiche Explosionen zu hören:
- In der katarischen Hauptstadt Doha wurden mindestens elf Explosionen gemeldet, über der Stadt stieg dichter schwarzer Rauch auf
- In Manama, der Hauptstadt von Bahrain, gab es mindestens vier laute Knallgeräusche
- In Dubai sollen ebenfalls Detonationen zu hören gewesen sein, wobei Bilder eines beschädigten Hotels kursieren
- Das Militär der Vereinigten Arabischen Emirate gab an, 132 von 137 iranischen Raketen und 195 von 209 Drohnen abgewehrt zu haben
Gleichzeitig griff Iran Israel erneut mit Raketen an. Die israelische Armee aktivierte ihre Flugabwehrsysteme und gab später Entwarnung, forderte die Bevölkerung jedoch auf, sich weiter in der Nähe von Schutzräumen aufzuhalten. "Zum bereits 20. Mal hätten Millionen Menschen in Israel innerhalb von 24 Stunden wegen Angriffen Irans in die Schutzräume rennen müssen", erklärte das israelische Militär.
Politische Reaktionen und Drohungen
US-Präsident Donald Trump reagierte auf die iranischen Vergeltungsdrohungen mit einer eigenen Gewaltandrohung. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er in Versalien: "SIE SOLLTEN DAS ABER BESSER NICHT TUN, DENN WENN SIE ES TUN, WERDEN WIR SIE MIT EINER NOCH NIE DAGEWESENEN GEWALT SCHLAGEN!"
Auch der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Qalibaf äußerte sich martialisch: "Sie haben unsere rote Linie überschritten und müssen dafür bezahlen. Wir werden ihnen so vernichtende Schläge versetzen, dass sie selbst betteln werden." Qalibaf ist der ranghöchste iranische Politiker, der sich seit Beginn der Angriffe im Fernsehen geäußert hat.
Tod von Ali Khamenei und weiteren Führungspersönlichkeiten
Die iranischen Staatsmedien bestätigten am Sonntagmorgen den Tod von Ali Khamenei. Er sei als "Märtyrer" getötet worden, berichteten die Agenturen Irna und Fars. Demnach starb der 86-jährige Oberste Führer am frühen Samstagmorgen in seiner Residenz in Teheran. Eine 40-tägige Staatstrauer wurde ausgerufen.
Laut israelischen Angaben wurden bei den Angriffen weitere hochrangige iranische Militärführer getötet:
- Ali Shamkhani, Chef des Verteidigungsrates und Topberater Khameneis
- Mohammad Pakpour, Befehlshaber der iranischen Revolutionswächter
- Aziz Nasirzadeh, Verteidigungsminister Irans
Iranische Medien berichteten zudem, dass bei den Angriffen Familienmitglieder Khameneis ums Leben kamen, darunter eine Tochter, ein Enkelkind, eine Schwiegertochter und ein Schwiegersohn.
Internationale Reaktionen und Konsequenzen
Die EU-Außenminister kamen zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, um über die Eskalation zu beraten. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnte: "Die wahllosen Angriffe des iranischen Regimes auf seine Nachbarn bergen die Gefahr, die Region in einen größeren Krieg zu ziehen."
Die australische Außenministerin Penny Wong warnte ihre Bürgerinnen und Bürger vor Reisen nach Israel, in den Libanon und mehrere Golfstaaten. In Dubai wurden der Flugverkehr eingestellt und mehrere bekannte Einrichtungen beschädigt, darunter der Internationale Flughafen und das Luxushotel Burj al-Arab.
Die israelische Armee setzte ihre Angriffe auf iranische Raketenstellungen und Flugabwehrsysteme fort und bezeichnete einen Angriff auf ein Raketendepot in Qom als erhebliche Schwächung der iranischen Offensivfähigkeiten.
Die Situation bleibt äußerst angespannt, während beide Seiten weitere militärische Schritte ankündigen und die internationale Gemeinschaft um Deeskalation bemüht ist.



