Oman als Vermittler: Iran verspricht null atomwaffenfähiges Material in Atomverhandlungen
Iran verspricht null atomwaffenfähiges Material in Verhandlungen

Atomverhandlungen mit Iran: Oman vermeldet wichtigen Durchbruch

In den laufenden Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran hat der Vermittler Oman einen bedeutenden Fortschritt angekündigt. Der omanische Außenminister Badr al-Bussaidi erklärte in einem Interview mit dem US-Sender CBS News, dass der Iran zugesichert habe, niemals über nukleares Material zur Herstellung einer Atombombe zu verfügen.

„Null Lagerung und vollständige Überprüfung“ als Kernpunkt

Laut al-Bussaidi stellt diese Zusage den zentralen Erfolg in den aktuellen Gesprächen dar. In einem möglichen Abkommen würde sich der Iran verpflichten, „null“ atombombenfähiges Nuklearmaterial anzuhäufen. „Null Lagerung und vollständige Überprüfung“, betonte der Außenminister des Golfstaats. Diese Formulierung unterstreicht die Transparenz, die Teheran im Gegenzug für die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen bieten soll.

Die Verhandlungen konzentrieren sich primär auf das umstrittene iranische Atomprogramm. Die Vereinigten Staaten wollen mit aller Entschlossenheit verhindern, dass die Führung in Teheran Atomwaffen entwickelt. Die iranische Regierung bestreitet seit langem entsprechende Absichten, zeigt sich jedoch bereit, ihr Nuklearprogramm substantiell zu begrenzen.

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Voller Zugang für IAEA-Inspektoren geplant

Im Falle eines Abkommens würde der Iran der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) nach Darstellung al-Bussaidis vollen Zugang zu allen Atomanlagen gewähren. Der omanische Diplomat äußerte sich zuversichtlich, dass sogar US-Inspektoren in Zukunft Zutritt erhalten könnten. Innerhalb eines Zeitraums von 90 Tagen sollen zentrale Themen wie Lagerbestände, Verifizierungsmaßnahmen, Kontrollmechanismen, Zugänge zu Standorten und umfassende Bewertungen vollständig angegangen werden.

Offenheit für Diskussionen über Raketenprogramm

Angesprochen auf das iranische Raketenprogramm, das bisher als nicht verhandelbar galt, zeigte sich al-Bussaidi optimistisch: „Ich glaube, dass der Iran offen ist, über alles zu diskutieren.“ Diese Aussage deutet auf eine mögliche Flexibilität Teherans hin, die über die rein nuklearen Aspekte hinausgeht.

Der Außenminister hofft auf eine baldige Einigung und meinte, man könne sich auf die wichtigsten Punkte schon „morgen“ verständigen. „Die technischen Details werden noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, um sie mit der IAEA zu klären. Ich denke, innerhalb von drei Monaten wird alles bereit sein“, so al-Bussaidi abschließend. Diese Zeitskala unterstreicht den ernsthaften Willen aller Parteien, zu einer tragfähigen Lösung zu gelangen.

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