Trump lehnt iranischen Vorschlag ab
US-Präsident Donald Trump hat sich unzufrieden mit dem jüngsten Vorschlag Irans für Friedensgespräche gezeigt. Die Führung in Teheran wolle zwar eine Einigung, jedoch könne er deren Forderungen nicht zustimmen, sagte Trump am Freitag in Washington. Zudem sei die iranische Führung stark zersplittert. Details zum neuen Vorschlag aus Teheran wurden zunächst nicht genannt.
Vermittlung durch Pakistan
Trump lobte die Vermittlungsbemühungen Pakistans und erklärte, die telefonischen Verhandlungen dauerten an. Irans Außenminister Abbas Araghchi erklärte, Voraussetzung für Verhandlungen sei, dass die USA von ihrem maßlosen Ansatz, ihrer drohenden Rhetorik und ihren provokanten Handlungen abrückten. Die iranischen Streitkräfte blieben bereit, das Land zu verteidigen.
Ölpreise reagieren
Die Nachricht über den neuen iranischen Vorschlag hatte die Ölpreise leicht sinken lassen. Sie liegen aber weiter deutlich über der Marke von 100 Dollar pro Barrel. Seit dem 8. April gilt in dem Konflikt eine Waffenruhe. Berichte, wonach Trump über Pläne für neue Militärschläge unterrichtet werden sollte, um Iran an den Verhandlungstisch zu zwingen, hatten die Ölpreise am Donnerstag zeitweise auf ein Vierjahreshoch getrieben.
Iran bereitet sich vor
Iran hat Insidern zufolge seine Flugabwehr aktiviert und plant eine umfassende Reaktion im Falle eines Angriffs. Die Führung in Teheran gehe von einem kurzen, intensiven US-Schlag aus, auf den möglicherweise ein Angriff Israels folgen könnte, sagten iranische Insider. Auf die Frage nach seinen Optionen erklärte Trump, er wolle eine Einigung. Einen vernichtenden Militärschlag lehne er aus menschlichen Gründen ab. Trump bekräftigte, Iran dürfe keine Atomwaffen besitzen.
US-Regierung umgeht Frist
Trump hatte die Kampfhandlungen in Iran am Freitag in einem Brief an den US-Kongress für beendet erklärt. Seit Beginn der Waffenruhe am 7. April habe es keine Gefechte zwischen Iran und den USA gegeben, heißt es in dem Brief. Hintergrund ist die War Powers Resolution von 1973, wonach der Präsident maximal 60 Tage lang die Offensive befehligen darf. Die Frist war am Freitag ausgelaufen.
Straße von Hormus weiter blockiert
Aufgrund der stockenden Friedensverhandlungen ist auch die Straße von Hormus immer noch geschlossen. Nach einem Bericht der britischen Marine passieren derzeit täglich weniger als zehn Schiffe die Meeresenge. Vor der Blockade durch das iranische Regime fuhren etwa 130 Schiffe täglich hindurch.



