Iranische Vergeltungsaktion trifft neun Länder im Nahen Osten
In einer dramatischen Eskalation des Nahost-Konflikts hat der Iran am Samstagmorgen Vergeltungsmaßnahmen für einen israelischen Militärschlag gestartet. Die iranischen Revolutionsgarden feuerten Raketen und Drohnen auf Ziele in neun Ländern der Region ab, darunter Israel, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait. Die Angriffe trafen auch westliche Urlauber und US-Militärstützpunkte.
Israelischer Angriff löst massive Vergeltung aus
Um 7 Uhr morgens startete Israel einen beispiellosen Militärschlag gegen den Iran, der nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters seit Monaten in enger Abstimmung mit der US-Regierung vorbereitet worden war. Teheran hatte für diesen Fall mit "vernichtenden" Vergeltungsmaßnahmen gedrohen und setzte diese Drohung um 9.10 Uhr in die Tat um.
Die iranischen Revolutionsgarden feuerten zunächst Raketen in Richtung Israel ab, gefolgt von einer ersten Welle an Raketen und Drohnen eine halbe Stunde später. In Israel wurden zwei Menschen verletzt, darunter ein 17-jähriger Junge in der Stadt Rosh HaAyin, der durch Splitter einer ballistischen Rakete leicht verletzt wurde. Viele Israelis suchten in Bunkern Schutz.
Dubai: Hotel in Flammen, Urlauber betroffen
Auch die bekannte künstliche Insel "The Palm" in Dubai wurde getroffen. Auf dem Gelände schlugen offenbar Schrapnelle ein, es kam zu Explosionen, und das Fairmont the Palm-Hotel geriet in Brand. Fotos in sozialen Medien zeigen Flammen vor dem Gebäude. Laut den Behörden wurden vier Menschen verletzt.
Die Lufthansa erklärte über einen Sprecher, der Flugverkehr von und nach Dubai sei am Samstag und Sonntag unterbrochen. Die Angriffe haben damit direkte Auswirkungen auf internationale Reisende und den Tourismus in der Region.
US-Militärbasen im Visier der Mullahs
Die iranischen Angriffe richteten sich gezielt gegen US-Militärstützpunkte in der gesamten Region:
- In Kuwait griffen die Revolutionsgarden um 10.44 Uhr den US-Luftwaffenstützpunkt Ali Al-Salem an. Die kuwaitischen Streitkräfte erklärten, mehrere ballistische Raketen abgefangen zu haben, doch Trümmerteile gingen in der Nähe des Stützpunkts nieder.
- In Bahrain traf eine Rakete offenbar das Hauptquartier der 5. US-Flotte. Augenzeugen berichteten von Sirenen und Explosionen in der Nähe des US-Heereskommandos.
- In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden US-Militärstützpunkte angegriffen. Das VAE-Verteidigungsministerium teilte mit, das Land sei einem "offenkundigen Angriff durch iranische ballistische Raketen" ausgesetzt gewesen. Eine Person wurde laut der staatlichen Nachrichtenagentur WAM von Trümmerteilen getötet.
Weitere betroffene Länder
Die iranischen Angriffe erstreckten sich über mehrere weitere Staaten:
- Katar: Das Verteidigungsministerium erklärte, man habe auf "mehrere Gegenden" in dem kleinen Staat am Persischen Golf gezielt. Größere Schäden oder Opfer wurden nicht gemeldet, doch Katar verurteilte den Beschuss als "eklatanten Verstoß gegen seine nationale Souveränität".
- Irak: Über der nordirakischen Stadt Erbil fing die US-geführte Koalition mehrere Drohnen und Raketen ab. Dennoch wurden drei Explosionen rund um das US-Konsulat gemeldet. Kurdische Sicherheitskräfte berichteten von mit Sprengstoff beladenen Drohnen.
- Syrien: In der Stadt Suweida im Süden Syriens kamen laut syrischem Staatsfernsehen vier Menschen bei einem iranischen Raketenangriff ums Leben.
- Saudi-Arabien: Das Königreich erklärte, der Iran habe einen "offenkundigen und feigen" Angriff auf die Hauptstadt Riad und die Ostregion gestartet, der jedoch abgewehrt worden sei. Saudi-Arabien behielt sich Vergeltungsmaßnahmen vor.
Region in Alarmbereitschaft
Die koordinierten Angriffe des Iran haben die gesamte Region in Alarmbereitschaft versetzt. Die Eskalation folgt auf monatelange Spannungen zwischen Israel und dem Iran und markiert eine neue Stufe der Konfrontation. Die betroffenen Länder haben ihre Luftabwehrsysteme aktiviert und die Bevölkerung zur Vorsicht aufgerufen.
Die Situation bleibt angespannt, während die internationale Gemeinschaft auf Reaktionen der beteiligten Regierungen wartet. Die humanitären Folgen der Angriffe, insbesondere für Zivilisten und Touristen, werden noch bewertet.



