Irlandischer Fußballboss am Flughafen abgewiesen: Einreise nach Kanada verweigert
Irans Fußballboss darf nicht nach Kanada einreisen

Der Präsident des iranischen Fußballverbands, Mehdi Taj, ist am Flughafen von Toronto von den kanadischen Behörden abgewiesen worden. Taj und zwei weitere hochrangige Funktionäre des Verbands waren bereits gelandet, als ihnen die Einreise verweigert wurde. Sie flogen daraufhin in die Türkei weiter. Der Vorfall ereignete sich während des laufenden Fifa-Kongresses in Vancouver, an dem Taj als Vertreter des iranischen Fußballs teilnehmen wollte.

Kanadische Regierung bestätigt Einreiseverweigerung

Die kanadische Außenministerin Anita Anand bestätigte die Abweisung und verwies auf die Einstufung der iranischen Revolutionswächter (IRGC) als Terrororganisation durch Kanada im Jahr 2024. Mitgliedern der IRGC ist die Einreise nach Kanada untersagt. Taj ist ein ehemaliges Mitglied dieser Organisation. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete von „Beleidigungen und unangemessenem Verhalten der Beamten“ am Flughafen und sprach von einer Beleidigung eines der ehrenwertesten Organe der iranischen Streitkräfte.

Iranische Funktionäre mit offiziellen Visa unterwegs

Laut iranischen Staatsmedien waren die Funktionäre mit „offiziellen Visa“ nach Kanada gereist. Dennoch wurden sie zurückgewiesen. Die kanadische Einwanderungsministerin Lena Diab bekräftigte in einer Erklärung, dass „IRGC-Funktionäre in Kanada nicht zulässig sind und in unserem Land nichts zu suchen haben“. Die Regierung in Ottawa stellte klar, dass die Einreiseverweigerung auf der Terrorliste basiert.

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Auswirkungen auf die WM-Teilnahme Irans

Der Iran hat sich für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert, die in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet. Allerdings ist unklar, ob die Nationalmannschaft angesichts der Spannungen zwischen Iran und den USA sowie Israel tatsächlich teilnehmen wird. Der iranische Fußballverband verhandelt mit der Fifa über eine Verlegung der Spiele von den USA nach Mexiko. US-Außenminister Marco Rubio erklärte, dass iranische Fußballer willkommen seien, warnte jedoch, dass Mitglieder der Delegation mit Verbindungen zu den Revolutionswächtern die Einreise verweigert bekommen könnten.

Fifa-Kongress in Vancouver ohne iranische Vertreter

Der Fifa-Kongress findet in dieser Woche in Vancouver statt, wo im Sommer auch sieben WM-Spiele ausgetragen werden. Die WM läuft vom 11. Juni bis zum 19. Juli. Der iranische Verband ist bei dem Kongress nicht vertreten, was als diplomatischer Affront gewertet wird. Die Spannungen zwischen Iran und westlichen Staaten belasten zunehmend auch den Sport.

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