Israelische Angriffe im Iran: Zentrale Militärführer der Revolutionsgarden getötet
Bei den gemeinsamen Angriffen von Israel und den USA im Iran sind nach israelischen Angaben führende Vertreter der iranischen Militärführung getötet worden. Die Angriffe, die seit dem Morgen andauern, zielten erneut auf die militärische Führungsspitze des Landes ab, ähnlich wie bereits im vergangenen Jahr.
Explosionen in Teheran und gezielte Tötungen
In der iranischen Hauptstadt Teheran wurden mehrere Explosionen gemeldet, die auf die militärischen Operationen zurückzuführen sind. Die israelischen Streitkräfte teilten mit, dass unter den Getöteten der Kommandeur der Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur, sowie Irans Verteidigungsminister Asis Nasirsadeh seien. Aus dem Iran gab es zunächst keine offizielle Bestätigung für diese Angaben.
Mohammed Pakpur war erst im vergangenen Jahr auf den einflussreichen Posten des Kommandeurs der Revolutionsgarden aufgerückt. Sein Vorgänger Hussein Salami wurde bereits im Juni 2025 bei israelischen Angriffen getötet. Die Revolutionsgarden gelten als Irans Elitestreitmacht und sind deutlich mächtiger als die regulären Streitkräfte. In den vergangenen Jahrzehnten wurde die Truppe nicht nur militärisch stark aufgerüstet, sondern weitete auch ihren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einfluss aus – unter anderem durch Beteiligungen an Hotelketten und Fluggesellschaften.
Weitere hochrangige Opfer und deren Bedeutung
Nach israelischen Militärangaben kam auch der einflussreiche Funktionär Ali Schamchani am Samstag ums Leben. Er war zuletzt an die Spitze des neu geschaffenen Verteidigungsrates aufgestiegen. Der 70-Jährige hatte eine lange Karriere hinter sich: Er war acht Jahre lang Verteidigungsminister, diente als Marinekommandeur der Revolutionsgarden und kandidierte im Jahr 2001 für das Präsidentschaftsamt. Zudem arbeitete er als politischer Berater in einer Schlüsselfunktion für den iranischen Obersten Führer Ali Chamenei.
Israels Streitkräfte berichteten zudem über die Tötung von vier weiteren einflussreichen Militärvertretern, was die gezielte Natur der Angriffe unterstreicht. Diese Operationen markieren eine Eskalation in den bereits angespannten Beziehungen zwischen Israel und dem Iran, die seit Jahren von regionalen Spannungen und verdeckten Konflikten geprägt sind.
Die Angriffe werfen Fragen nach den langfristigen Auswirkungen auf die iranische Militärstruktur und die regionale Sicherheitslage auf. Experten befürchten, dass die Tötung solch hochrangiger Figuren zu weiteren Vergeltungsmaßnahmen führen könnte, die die Stabilität im Nahen Osten weiter gefährden.



