WM-Funktionär: Keine ICE-Beamten in Stadien bei Fußball-WM
Keine ICE-Beamten in Stadien bei WM

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wird die umstrittene US-Einwanderungsbehörde ICE nach Angaben eines WM-Funktionärs nicht in den Stadien präsent sein. Rodney Barreto, stellvertretender Organisationschef von Miami, beruft sich dabei auf eine Zusage von US-Außenminister Marco Rubio.

Rubio soll Zusage gegeben haben

Barreto erklärte dem Portal „The Athletic“, dass ihm Rubio in einem persönlichen Gespräch versichert habe, dass keine Beamten der Einwanderungsbehörde ICE bei den Spielen im Stadion eingesetzt würden. „ICE wird nicht im Stadion anwesend sein“, sagte Barreto. „Ich habe mit Marco gesprochen, und er wird zuerst einmal sicherstellen, dass die Pässe kontrolliert werden, die Leute hier und da hinkommen und dass das ein geordneter Prozess ist, so dass die Leute nicht aufgehalten werden.“ Eine offizielle Stellungnahme des Außenministeriums liegt bislang nicht vor.

Sicherheit durch Polizeikräfte

Barreto betonte, dass die Sicherheit bei der WM durch Polizeikräfte gewährleistet werden solle. Er zeigte sich erfreut über die Unterstützung durch US-Präsident Donald Trump: „Ich denke, wir haben Glück, dass wir einen Präsidenten haben, der den Sport liebt und uns die Mittel zur Verfügung gestellt hat, um die Städte für ihre Polizeieinsätze zu entschädigen.“ Laut der „New York Times“ hatten die elf Spielorte in den USA kürzlich 625 Millionen Dollar (rund 532 Millionen Euro) von der US-Regierung für Sicherheitsmaßnahmen erhalten.

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Frühere Aussagen von ICE-Chef

Im Februar hatte der Leiter der Einwanderungsbehörde, Todd Lyons, noch erklärt, dass ICE ein „wichtiger Bestandteil“ des Sicherheitsapparates bei der WM sein werde. Vor allem die Abteilung Homeland Security Investigations solle eine Rolle spielen, sagte er bei einer Anhörung im Repräsentantenhaus in Washington. „Wir setzen uns für die Sicherheit dieses Ablaufs und aller Teilnehmer sowie der Besucher ein.“ Die Behörde ist unter anderem für die Bekämpfung von Terrorangriffen, Drogenschmuggel und Menschenhandel zuständig.

Kritik an ICE

Die Abteilung Enforcement and Removal Operations, die für die Durchsetzung von Einwanderungsgesetzen und die Abschiebung von Migranten ohne gültige Aufenthaltserlaubnis zuständig ist, steht seit längerem wegen ihrer rigorosen Vorgehensweise in der Kritik. Die Zusage von Rubio könnte darauf abzielen, Befürchtungen zu zerstreuen, dass die WM von Einwanderungskontroversen überschattet wird. Das Turnier findet vom 11. Juni bis 19. Juli in Nordamerika statt.

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