Kubas Militär rüstet sich gegen mögliche US-Intervention - Havanna schließt Systemänderungen aus
Kubas Militär rüstet gegen mögliche US-Intervention

Kubas Militär bereitet sich auf mögliche US-Intervention vor

Die sozialistisch regierte Karibikinsel Kuba hat nach Angaben eines hochrangigen Beamten ihre Streitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt, um einem eventuellen Militäreinsatz der Vereinigten Staaten entgegentreten zu können. Kubas Vize-Außenminister Carlos Fernández de Cossio erklärte in einem exklusiven Interview mit dem US-Sender NBC News, es wäre naiv, eine militärische Aggression Washingtons auszuschließen. Gleichzeitig betonte er die Hoffnung Havannas, dass es nicht zu einer solchen Eskalation kommen werde.

„Kuba würde Vasallenstatus nicht akzeptieren“

„Wir wissen offen gestanden nicht, wovon sie sprechen, aber ich kann Ihnen Folgendes sagen: Kuba ist ein souveräner Staat“, so Fernández de Cossio wörtlich. „Kuba würde es nicht akzeptieren, ein Vasallenstaat oder ein von einem anderen Staat abhängiges Land zu werden.“ Der Vizeminister unterstrich, dass das kubanische Militär stets auf eine mögliche Aggression vorbereitet sei und derzeit konkrete Schritte im Kontext der jüngsten diplomatischen Spannungen eingeleitet würden.

Geheime Gespräche zwischen Washington und Havanna

Parallel zu den militärischen Vorbereitungen führen beide Staaten laut dem hochrangigen kubanischen Diplomaten geheime Verhandlungen. Wann und wo sich Vertreter der USA und Kubas zuletzt getroffen haben, wollte Fernández de Cossio im Interview nicht preisgeben. Er machte jedoch unmissverständlich klar, dass Änderungen am politischen System der Insel nicht verhandelbar seien.

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„Die Art der kubanischen Regierung, ihre Struktur und ihre Mitglieder sind nicht Gegenstand der Gespräche“, betonte der Vize-Außenminister. Auf der Karibikinsel ist seit der Revolution von 1959 unter dem linken Revolutionär Fidel Castro ausschließlich die Kommunistische Partei zugelassen.

Historisch angespannte Beziehungen verschärfen sich

Die diplomatischen Beziehungen zwischen Havanna und Washington sind seit der kubanischen Revolution vor mehr als sechs Jahrzehnten äußerst angespannt. Unter der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump hat sich die Lage weiter zugespitzt. Ein von den USA verhängtes Ölembargo hat die ohnehin prekäre wirtschaftliche und humanitäre Situation auf der Insel dramatisch verschärft.

Kuba steckt bereits seit Jahren aufgrund von Misswirtschaft, weitverbreiteter Korruption und des langjährigen US-Handelsembargos in einer tiefgreifenden Wirtschaftskrise. Die Situation wurde am vergangenen Samstag (Ortszeit) durch den zweiten inselweiten Stromausfall innerhalb einer einzigen Woche zusätzlich verschlimmert.

Trump hatte in jüngster Zeit mehrfach eine mögliche „Übernahme“ des sozialistischen Inselstaates angedeutet, ohne jedoch konkrete Details zu nennen. Diese vagen Andeutungen haben in Havanna zu erhöhter Wachsamkeit und militärischen Vorbereitungen geführt, während gleichzeitig diplomatische Kanäle genutzt werden, um eine weitere Eskalation zu verhindern.

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