Bundeskanzler Merz wirft US-Präsident Trump massive Eskalation im Konflikt vor
Merz wirft Trump massive Eskalation vor

Bundeskanzler Merz verschärft Ton gegenüber US-Präsident Trump

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat seine Kritik am US-Präsidenten Donald Trump deutlich verschärft. Beim F.A.Z.-Kongress 2026 in Berlin warf der 70-jährige Regierungschef dem 79-jährigen Verbündeten im Weißen Haus eine massive Eskalation mit offenem Ausgang vor, die alle bedrohe.

Zweifel an amerikanischen Kriegszielen

Merz stellte dabei fundamental die Kriegsziele der Vereinigten Staaten infrage. „Ist das Thema Regime-Change wirklich das Ziel? Wenn das das Ziel ist, glaube ich nicht, dass sie das erreichen werden. Das ist meistens schiefgegangen“, erklärte der Kanzler öffentlich. Er äußerte sich nicht überzeugt, dass das Vorgehen der USA und Israels zum Erfolg führen könne.

Direkte Reaktion auf Trumps Vorwürfe

Zuvor hatte Trump Deutschland mangelnde Unterstützung bei der Sicherung der strategisch wichtigen Straße von Hormus vorgeworfen und es als „unangemessen“ bezeichnet, wenn aus Berlin komme: „Das ist nicht unser Krieg.“ Merz widersprach dieser Darstellung entschieden: „Natürlich sind die Folgen dieses Krieges auch Folgen, die wir zu tragen haben, sehr unmittelbar.“ Mit Blick auf iranische Raketen betonte er: „Also das sind schon ernsthafte Gefährdungen, gegen die wir uns schützen müssen.“

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Klare Ansage im Telefonat mit dem US-Präsidenten

In einem direkten Telefonat mit Donald Trump reagierte der Bundeskanzler offenbar unmittelbar auf dessen Kritik. „Ich habe ihm gesagt, wenn du willst, dass wir helfen, dann frag uns bitte vorher und nicht über die Zeitungen hinterher“, so Merz. Ein solcher Umgang sei „ein Umgang, den wir einfach nicht akzeptieren können. Das werden wir auch nicht zulassen.“ Nach Einschätzung des Regierungschefs hat Trump akzeptiert, dass sich die Nato nicht an den Kämpfen beteiligt. Der US-Präsident habe ihm mehrfach versichert, er brauche die Nato nicht.

Bedingte Zusagen für die Zeit nach dem Konflikt

Für die Phase nach dem Krieg stellte Friedrich Merz deutsche Unterstützung in Aussicht. „Das können wir“, sagte er zu einem möglichen Bundeswehreinsatz etwa zur Minenräumung in der Straße von Hormus. Als unverzichtbare Voraussetzungen nannte er dabei:

  • Ein Mandat von UN, Nato oder Europäischer Union
  • Einen entsprechenden Beschluss des Deutschen Bundestages

Aktuell sei die Diskussion darüber jedoch „ziemlich theoretisch“. Eine konkrete Prognose zum Kriegsende wollte der Kanzler nicht abgeben. Er warnte jedoch nachdrücklich: Bei Konflikten, „die ein paar Tage dauern sollten“, seien oft „die letzten zwei Jahre“ das größte Problem.

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