Demokratin gewinnt überraschend in Trumps Wahlkreis in Florida
Demokratin siegt in Trumps Wahlkreis in Florida

Demokratin erobert Trumps Wahlkreis in Florida

In einer politischen Überraschung hat sich bei einer Abstimmung zum Parlament des Bundesstaats Florida im Wahlkreis, der auch das Privatanwesen Mar-a-Lago von US-Präsident Donald Trump einschließt, eine Demokratin durchgesetzt. Emily Gregory (40) schlug laut übereinstimmenden Medienberichten den von Trump unterstützten republikanischen Kandidaten Jon Maples (43) in der Region um die Stadt Palm Beach.

Historischer Umschwung in republikanischer Hochburg

Seit Jahren dominieren die Republikaner in Florida, doch ausgerechnet im Wahlkreis des Präsidenten kam es zu diesem unerwarteten Ergebnis. Der Vorsitzende der Demokraten auf Bundesebene, Ken Martin, kommentierte den Sieg auf X und bezeichnete die Niederlage der Republikaner in „Trumps Hinterhof“ als Zeichen, dass die Demokraten landesweit gewinnen könnten. „Weiter im November!“ schrieb er mit Blick auf die bevorstehenden Zwischenwahlen zum Kongress.

Die Republikaner wollen ihre knappen Mehrheiten im Repräsentantenhaus und dem Senat verteidigen, doch Umfragen deuten darauf hin, dass die Demokraten zumindest das Repräsentantenhaus zurückerobern könnten. Auch jüngste Abstimmungen für einzelne Ämter in verschiedenen Bundesstaaten verliefen für die Demokraten äußerst erfolgreich.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Knapper Sieg mit politischer Signalwirkung

Die Abstimmung in Trumps Wahlkreis war notwendig geworden, weil der vorige republikanische Amtsinhaber im August zurückgetreten war, um ein anderes Amt anzunehmen, wie die „New York Times“ berichtete. Im Jahr 2024 hatte er den Wahlkreis noch mit einem Vorsprung von 19 Prozentpunkten gewonnen. Nun gewann die Demokratin Gregory nach Auszählung fast aller Stimmen mit einem Vorsprung von zwei Prozentpunkten, wie die „Washington Post“ meldete. Auch der Sender CNN prognostizierte den Wahlsieg der Demokratin.

Trumps widersprüchliche Haltung zur Briefwahl

Interessanterweise gab Trump bei dieser Wahl seine Stimme per Briefwahl ab, obwohl er sich regelmäßig gegen diese Form der Stimmabgabe ausspricht und sie oft mit angeblichem Wahlbetrug in Verbindung bringt. Seine Sprecherin Karoline Leavitt sah darin keinen Widerspruch und erklärte gegenüber CNN, der Präsident sei zwar in Palm Beach zu Hause, lebe aber meistens im Weißen Haus in Washington. „Das ist keine Story“, argumentierte sie.

Dieser Wahlsieg markiert einen deutlichen politischen Umschwung in einer Region, die lange als sichere republikanische Hochburg galt, und könnte Vorbote für die nationalen Zwischenwahlen im November sein.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration