Der FC Barcelona hat mit einem offiziellen Statement auf die denkwürdige Pressekonferenz von Real Madrids Präsident Florentino Pérez reagiert. Der große Erzrivale der Königlichen erklärte darin, juristische Schritte in Erwägung zu ziehen.
„Im Zusammenhang mit der Pressekonferenz des Präsidenten von Real Madrid, Florentino Pérez, teilen wir mit, dass unsere Rechtsabteilung seine Äußerungen und Vorwürfe sorgfältig prüft“, schrieben die Katalanen. Man wäge die nächsten Schritte ab.
Welche Teile der über einstündigen PK, in der Pérez präsidiale Neuwahlen ausgerufen und diverse Journalisten attackiert hatte, bei Barcelona auf Ablehnung stoßen, ließ der Klub zunächst offen.
Pérez behauptet: Wurde mit Real um etliche Titel betrogen
Vermutlich dürfte es um den seit geraumer Zeit schwelenden Negreira-Fall gehen – ein mutmaßlicher Korruptionsskandal, in den vor allem auch Barca involviert sein soll.
Pérez warf Barcelona vor, über Jahre hinweg von ungerechten Schiedsrichter-Entscheidungen profitiert zu haben – es geht um dubiose Zahlungen an José María Enríquez Negreira zwischen 2001 und 2018. Negreira war damals Vizepräsident des spanischen Schiedsrichterausschusses. Der Fall, laut Reals Präsident der „größte Korruptionsfall in der Geschichte des Fußballs“, wird nach wie vor vor Gericht verhandelt.
„Nicht immer ist Real Madrid der Geschädigte, auch andere Teams leiden darunter. Barca profitiert hingegen immer“, prangerte der Real Präsident an. „Ich bin nicht hierhergekommen, damit sich Schiedsrichter mit dem Geld des FC Barcelona bereichern. Wir sind dieser Saison leer ausgegangen und ich bin hier – seit ich weiß nicht wie vielen Spielzeiten – und habe nur sieben Champions-League-Titel und sieben Meisterschaften gewonnen, obwohl es eigentlich 14 hätten sein können, weil sie uns gestohlen wurden.“
Die Ankündigung Barcelonas, rechtliche Schritte zu prüfen, zeigt die angespannte Stimmung zwischen den beiden spanischen Spitzenklubs. Es bleibt abzuwarten, ob es tatsächlich zu einer Klage kommt und wie der Fall Negreira letztlich vor Gericht ausgeht.



