Moskau und Kiew tauschen Hunderte Kriegsgefangene aus - Vereinbarung in Genf
Moskau und Kiew tauschen Hunderte Kriegsgefangene aus

Moskau und Kiew tauschen Hunderte Kriegsgefangene aus

Im Rahmen einer Vereinbarung, die bei den jüngsten Verhandlungen in Genf erzielt wurde, haben Moskau und Kiew Hunderte Kriegsgefangene ausgetauscht. Nach Angaben des russischen Chefunterhändlers Wladimir Medinski handelt es sich um eine bedeutende humanitäre Maßnahme, die trotz des anhaltenden Konflikts im fünften Kriegsjarr umgesetzt wurde.

Details zum Gefangenenaustausch

Laut dem russischen Außenministerium kehrten 200 Soldaten aus der Ukraine zurück in ihre Heimat. Der Austausch wurde durch die Vermittlung der Vereinigten Arabischen Emirate und der USA ermöglicht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte, dass 200 ukrainische Verteidiger, darunter Kämpfer aus der im ersten Kriegsjahr gefallenen Hafenstadt Mariupol sowie aus den Regionen Donezk, Luhansk, Charkiw und Saporischschja, freigelassen wurden.

Weitere Freilassungen geplant

Am Freitag sollen nach russischen Angaben jeweils 300 weitere Kriegsgefangene freigelassen und übergeben werden. Insgesamt haben sich die Parteien auf den Austausch von 1.000 Kriegsgefangenen geeinigt, wie Wladimir Medinski, der russische Chefunterhändler bei den direkten Verhandlungen unter Vermittlung von Washington, bei Telegram mitteilte. Dies markiert einen der größten Gefangenenaustausche seit Beginn des Konflikts.

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Kontext und Hintergrund

Der Austausch von Gefangenen bleibt trotz häufigerer Verhandlungen das einzig greifbare Ergebnis der Kontakte zwischen Russland und der Ukraine. Zuletzt hatten die beiden Kriegsparteien vor gut einem Monat in größerem Umfang Gefangene ausgetauscht. Ein Frieden ist auch im fünften Kriegsjahr nicht absehbar, doch solche humanitären Schritte werden als wichtige Vertrauensbildungsmaßnahmen angesehen.

Die Verhandlungen in Genf, an denen auch internationale Vermittler beteiligt waren, zeigen, dass trotz der anhaltenden Spannungen Fortschritte in humanitären Fragen möglich sind. Experten betonen, dass solche Austausche zwar nicht den Konflikt lösen, aber zur Entspannung der Lage beitragen können.

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