Schwere russische Angriffe auf Ukraine: Mindestens 18 Tote und über 100 Verletzte
Russische Angriffe: 18 Tote, über 100 Verletzte in Ukraine

Schwere russische Angriffe auf Ukraine: Mindestens 18 Tote und über 100 Verletzte

Bei massiven russischen Angriffen in der Ukraine sind in der Nacht mindestens 18 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. Die Luftschläge erfolgten als direkte Reaktion auf neue westliche Militärhilfen, die der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einer Europa-Reise erhalten hatte.

Präsident Selenskyj fordert Druck auf Russland

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb in sozialen Medien, dass diese weitere Nacht bewiesen habe, dass Russland keine Lockerung der globalen Politik oder die Aufhebung von Sanktionen verdiene. Er forderte erneut, dass jedes Versprechen zur Unterstützung der Ukraine rechtzeitig erfüllt werde und gleichzeitig Druck auf den Angreifer Russland ausgeübt werden müsse.

Regionale Angriffe mit verheerenden Folgen

Russland attackierte in mehreren Wellen verschiedene Regionen der Ukraine:

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  • Odessa: In der Hafenstadt am Schwarzen Meer kamen mindestens neun Menschen ums Leben, 23 weitere wurden verletzt. Angriffe richteten sich gegen kritische Infrastruktur, Hafeneinrichtungen und Wohngebäude.
  • Kiew: In der Hauptstadt wurden vier Menschen getötet, darunter ein zwölfjähriger Junge, und mindestens 54 Personen verletzt. Beschädigt wurden Mehrfamilienhäuser, Privathäuser, ein Hotel, Bürokomplexe, ein Autohaus, eine Tankstelle und ein Einkaufszentrum.
  • Dnipropetrowsk: In der ostukrainischen Region kamen vier Menschen ums Leben, 34 wurden verletzt durch Angriffe mit Drohnen, Artillerie und Raketen.
  • Charkiw: In der Stadt Merefa wurde eine Person getötet und sechs verletzt durch Drohnenbeschuss.

Internationale Reaktionen und Unterstützung

EU-Ratspräsident António Costa sprach den Verwundeten und den Familien der Opfer der „ungeheuerlichen Angriffe“ sein Mitgefühl aus. Er betonte: „Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine ist gescheitert, und deshalb greift es nun bewusst zur Terrorisierung der Zivilbevölkerung.“ Die EU werde den Druck auf Russland weiter erhöhen und die Unterstützung für die Ukraine aufrechterhalten.

Bei einer Sitzung der Ukraine-Kontaktgruppe in Berlin hatten Unterstützerstaaten Kiews am Vortag ihren weiteren Bestand zugesagt. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) versicherte, dass sich die Ukraine auf Deutschland verlassen könne. Großbritannien sagte die Lieferung von 120.000 Drohnen für den Kampf gegen Russland zu.

Russische Gegenangriffe und Behauptungen

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, dass mehr als 200 ukrainische Drohnenangriffe auf russische Ziele abgewehrt worden seien. Die eigenen Angriffe auf die Ukraine bezeichnete das Ministerium als Antwort auf die „terroristischen Attacken“ Kiews. Dabei behauptete Moskau, mit den neuen Raketen- und Drohnenangriffen einen ukrainischen Container-Terminal, Depots für Panzertechnik und unterirdische Komplexe zur Erprobung von Robotertechnik ins Visier genommen zu haben – Angaben, die von unabhängiger Seite nicht überprüfbar sind.

In der russischen Region Krasnodar am Schwarzen Meer sprach Gouverneur Weniamin Kondratjew von zwei Toten, darunter eine 14-Jährige, und sieben Verletzten nach ukrainischen Drohnenangriffen. Im Landkreis Tuapse wurde ein Notstand ausgerufen, da Drohnentrümmer Wohngebäude, zwei Bildungseinrichtungen und eine Musikschule beschädigten.

Kein Ende des Konflikts in Sicht

Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Das Moskauer Verteidigungsministerium reagierte auf die neuen westlichen Hilfszusagen mit scharfer Kritik an Europa und veröffentlichte sogar die Adressen dortiger Rüstungsfirmen. Die Situation bleibt angespannt, und ein baldiges Ende des Konflikts ist nicht absehbar.

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