Russland und Iran proben Militärmanöver im Golf von Oman als Signal an USA
Russland-Iran-Militärmanöver im Golf von Oman als Signal

Russland und Iran demonstrieren militärische Stärke im Golf von Oman

Vor der Küste des Iran kreuzen Kriegsschiffe, schwer bewaffnete Soldaten proben den Ernstfall – und senden damit ein klares Signal in Richtung Washington. Während im Weißen Haus über einen möglichen Militäreinsatz gegen die iranische Führung diskutiert wird, halten Iran und Russland mitten im strategisch wichtigen Golf von Oman ein umfangreiches Militärmanöver ab. Mit dabei sind auch Marineeinheiten der von der Europäischen Union als Terrororganisation eingestuften Revolutionsgarden.

Übungen in der Straße von Hormus als Warnung

Bereits am Montag hatten iranische Streitkräfte ein eigenes Militärmanöver in der nordwestlich gelegenen Straße von Hormus abgehalten und unter anderem Raketen auf Ziele im Persischen Golf abgefeuert. Offizielle Stellen erklärten, man wolle die Einsatzbereitschaft im Falle eines möglichen US-Angriffs demonstrieren. Teile der bedeutenden Meerenge wurden deshalb Anfang der Woche aus Sicherheitsgründen für mehrere Stunden für den internationalen Schiffsverkehr gesperrt.

Bei den aktuellen gemeinsamen Übungen mit Russland wird laut iranischen Angaben auch das Befreien eines gekaperten Schiffes trainiert. Die Manöver finden in unmittelbarer Nähe der viel befahrenen Straße von Hormus statt, einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den globalen Öltransport.

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Russland stellt sich demonstrativ hinter Teheran

Experten werten die aktuelle Übung als deutliches Zeichen aus Teheran. Das iranische Regime wolle mithilfe Russlands ein Signal der Abschreckung an die USA senden. Der russische Außenminister Sergei Lawrow bezeichnete die Drohungen aus dem Weißen Haus am Mittwoch als „Spiel mit dem Feuer“ und warnte vor „realen Risiken eines nuklearen Zwischenfalls“.

Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte am Donnerstag der staatlichen Nachrichtenagentur Tass: „Russland entwickelt seine Beziehungen zum Iran weiter und ruft dabei unsere iranischen Freunde wie alle Seiten in der Region auf, politisch-diplomatischen Mitteln absolute Priorität zu geben bei der Lösung verschiedener Probleme.“

US-Präsident Trump verstärkt Militärpräsenz

Nach der brutalen Niederschlagung des Volksaufstands im Iran ist das Regime in Teheran ins Visier der USA geraten. Insidern zufolge erwägt US-Präsident Donald Trump nach wie vor einen Militärschlag – möglicherweise schon in den kommenden Stunden. In der Region hat er zuletzt die größte US-Luftstreitmacht seit dem Beginn des Irak-Kriegs 2003 zusammengezogen.

Die iranische Opposition im In- und Ausland glaubt, dass der Zeitpunkt angesichts der diplomatischen Spannungen und der wirtschaftlich desolaten Lage im Iran günstig ist für einen möglichen Machtwechsel in Teheran. Bei der Münchner Sicherheitskonferenz warb der Schah-Sohn Reza Pahlavi für internationale Unterstützung, insbesondere von den beiden politischen Erzfeinden USA und Israel – auch in militärischer Form.

Die militärische Zusammenarbeit zwischen Russland und Iran in dieser strategisch sensiblen Region unterstreicht die wachsenden geopolitischen Spannungen und zeigt, wie sich beide Länder angesichts der amerikanischen Drohungen positionieren. Die Übungen demonstrieren nicht nur militärische Fähigkeiten, sondern senden auch eine politische Botschaft über die veränderten Allianzen im Nahen Osten.

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