US-Politiker reagieren scharf auf Trumps Iran-Drohungen: »Wahnsinn« und »Kriegsverbrechen«
Scharfe US-Reaktionen auf Trumps Iran-Post: »Wahnsinn«

US-Politiker reagieren scharf auf Trumps Iran-Drohungen

Angesichts der drastischen Drohungen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump gegen Iran haben führende Politiker in den Vereinigten Staaten scharfe Kritik geäußert. In einem wüsten Beitrag auf seiner Plattform »Truth Social« hatte Trump Iran mit Angriffen auf zivile Infrastruktur gedroht und in selbst für seine Verhältnisse extremen Worten gefordert: »Öffnet die verdammte Meerenge, ihr verrückten Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle leben.«

Demokraten fordern Kongress zum Eingreifen auf

Die Reaktionen aus dem politischen Washington fielen umgehend und deutlich aus. Der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, bezeichnete Trumps Äußerungen als Toben eines »durchgedrehten Irren«. In einem Post auf X schrieb Schumer: »Er droht mit möglichen Kriegsverbrechen und verprellt Verbündete. So ist er, aber so sind wir nicht. Unser Land verdient so viel Besseres.«

Der Senator Bernie Sanders ging noch einen Schritt weiter und forderte den Kongress zum sofortigen Handeln auf. Sanders nannte Trumps Beitrag »die wirren Äußerungen eines gefährlichen und psychisch labilen Menschen« und appellierte: »Der Kongress muss JETZT handeln. Beendet diesen Krieg.«

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Ehemalige Verbündete wenden sich ab

Besonders bemerkenswert ist die Kritik von Marjorie Taylor Greene, die während ihrer Zeit im Repräsentantenhaus als erzkonservative Trump-Unterstützerin galt. Die ehemalige Abgeordnete äußerte sich auf X mit scharfen Worten gegen den Ex-Präsidenten: »Ich kenne euch alle und ihn, und er ist wahnsinnig geworden, und ihr alle seid mitschuldig.«

Greene forderte alle Christen in Trumps Umfeld auf, auf die Knie zu gehen, Gott um Vergebung zu bitten und dem »Wahnsinn« des Präsidenten entgegenzutreten. Sie betonte, dass Trumps Drohung, Kraftwerke und Brücken zu bombardieren, dem iranischen Volk schade – genau jenem Volk, das Trump angeblich befreien wolle.

Internationale Reaktionen und regionale Eskalationsgefahr

Auf internationaler Ebene reagierte der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf mit einer deutlichen Warnung. Auf der Plattform X schrieb er, mit »Kriegsverbrechen« lasse sich »nichts erreichen«. Die einzige Lösung bestehe darin, »die Rechte des iranischen Volkes zu respektieren und dieses gefährliche Spiel zu beenden«.

Ghalibaf warnte zudem davor, dass die »leichtsinnigen Schachzüge« die gesamte Region in Flammen aufgehen lassen könnten. Diese Befürchtung teilen auch einige US-Politiker, die einen sofortigen Waffenstillstand fordern.

Weitere demokratische Stimmen fordern Deeskalation

Der Senator Chris Murphy äußerte sich ebenfalls entsetzt über Trumps Drohungen: »Das ist völlig, absolut wahnsinnig. Er hat bereits Tausende getötet. Er wird noch Tausende weitere töten.«

Ro Khanna forderte beim Sender NBC eine sofortige Wende: »Wir müssen diesen Krieg jetzt beenden. Wir brauchen einen sofortigen Waffenstillstand. Iran, Israel und die Vereinigten Staaten müssen die Bombardierungen einstellen und eine Verhandlungslösung finden.«

Die scharfen Reaktionen zeigen, dass Trumps aggressive Rhetorik nicht nur internationale Spannungen verschärft, sondern auch im eigenen Land auf erheblichen Widerstand stößt. Die Forderungen nach Kongress-Eingreifen und diplomatischen Lösungen werden lauter, während die Gefahr einer weiteren Eskalation im Nahen Osten real bleibt.

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