Tödlicher Schusswechsel vor Kubas Küste: Havanna vereitelt angeblich Terrorplan
Schüsse auf See: Kuba will Terrorplan vereitelt haben

Tödlicher Schusswechsel vor Kubas Küste: Havanna vereitelt angeblich Terrorplan

Vor der Nordküste Kubas hat sich ein dramatischer Zwischenfall mit tödlichem Ausgang ereignet. Kubanische Grenzschützer haben nach offiziellen Angaben aus Havanna ein in den USA registriertes Schnellboot gestoppt, das mit Terrorverdächtigen besetzt gewesen sein soll. Bei dem darauffolgenden Schusswechsel auf offener See kamen vier der zehn Personen an Bord ums Leben, die übrigen wurden verletzt. Auch der Kommandant des kubanischen Patrouillenboots erlitt Verletzungen.

Kubas Version: Terroristische Absichten und illegales Eindringen

Das kubanische Innenministerium teilte mit, die Besatzung des Schnellboots habe terroristische Absichten verfolgt und plane, illegal nach Kuba einzudringen. An Bord seien Waffen, Sprengsätze und Tarnuniformen gefunden worden. Ein Verdächtiger, der in Kuba festgenommen wurde, habe gestanden, aus den USA „entsandt“ worden zu sein, um sich an der terroristischen Operation zu beteiligen. Laut kubanischer Regierung handelt es sich bei allen Beteiligten um in den Vereinigten Staaten lebende Kubaner, von denen die meisten bereits wegen krimineller und gewalttätiger Aktivitäten bekannt gewesen seien.

Der Vorfall ereignete sich am Mittwochmorgen Ortszeit in kubanischen Territorialgewässern nahe Cayo Falcones, als sich das Boot bis auf etwa eine Seemeile der Küstenprovinz Villa Clara genähert hatte. Als eine Einheit der Grenztruppen zur Identifizierung an das Boot heranfuhr, habe die Besatzung das Feuer eröffnet, was zu dem tödlichen Schusswechsel führte.

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US-Reaktion: „Sehr ungewöhnlicher“ Vorfall und eigene Nachforschungen

Die US-Regierung reagierte mit Skepsis auf die Darstellung aus Havanna. US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete den Vorfall als „sehr ungewöhnlich“ und betonte, dass US-Beamte nicht beteiligt gewesen seien. Verschiedene Teile der US-Regierung seien damit befasst, Informationen zu sammeln und zu verifizieren. Die US-Botschaft in Havanna versuche herauszufinden, ob es sich bei den Opfern um US-Bürger oder Personen mit ständigem Wohnsitz in den USA handle.

Floridas Justizminister James Uthmeier kündigte eine gemeinsame Untersuchung mit Hilfe der Bundesbehörden an und äußerte deutliches Misstrauen gegenüber der kubanischen Regierung: „Der kubanischen Regierung kann man nicht trauen, und wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um diese Kommunisten zur Rechenschaft zu ziehen.“

Hintergrund: Angespannte Beziehungen zwischen USA und Kuba

Der Zwischenfall fällt in eine Phase erneut verschärfter Spannungen zwischen den USA und Kuba. Unter US-Präsident Donald Trump üben die Vereinigten Staaten verstärkten Druck auf Kubas kommunistische Regierung aus. So wurde eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus Venezuela angeordnet, was zu einem akuten Versorgungsengpass in Kuba führte. Zwar kündigte Trumps Regierung jüngst an, den Verkauf von venezolanischem Öl an das kubanische Volk und die Privatwirtschaft wieder zu genehmigen, doch ein Teil der bestehenden Sanktionen bleibt bestehen.

Kubas Präsidialamt bekräftigte in einer Stellungnahme über die Plattform X den Willen des Landes, seine Territorialgewässer zu schützen: „Die nationale Verteidigung ist eine grundlegende Säule für den kubanischen Staat zum Schutz seiner Souveränität und der Stabilität in der Region.“ Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern auf beiden Seiten an, während die politischen Fronten verhärtet bleiben.

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