Es ist ein Satz, den Donald Trump (79) nicht so einfach abschütteln kann! Der US-Präsident wollte vor dem Abflug zum Staatsgipfel nach Peking eigentlich seine Ziele für das Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping (72) erläutern. Da fragte ihn eine Reporterin, während im Hintergrund die Rotorblätter des Helikopters dröhnten: „Inwieweit treibt Sie die finanzielle Lage der Amerikaner bei den Iran-Verhandlungen an?“
Diese Gespräche scheiterten zuletzt. Der Krieg steckt samt brüchigem Waffenstillstand in einem Patt. Die wichtige Ölroute durch die Straße von Hormus bleibt weiter blockiert. „Nicht einmal ein kleines bisschen“, begann Trump seine Antwort. Er legte nach: „Das Einzige, was zählt, wenn ich über Iran spreche: Sie dürfen keine Atomwaffe haben.“ Dann der Satz, der Washington erzittern ließ: „Ich denke nicht an die finanzielle Lage der Amerikaner!“
Aussage löst heftige politische Debatten aus
Die Aussage löste ein politisches Erdbeben aus! Denn sie platzte mitten in die Kostenkrise. Benzinpreise und Supermarktpreise steigen wegen des Irankriegs rasant. Die Inflation kletterte im April auf 3,8 Prozent. Das ist der höchste Wert seit vier Jahren. Für die Opposition war Trumps Aussage ein „Geschenk für die demokratische Wahlwerbung“, wie Parteistrategen spotteten. Trump sage ganz offen, dass ihm die finanzielle Lage der Amerikaner egal sei, trat Demokraten-Senator Chuck Schumer (75) nach: „Genau das zeigt, wie abgehoben diese Regierung ist!“
Politisches Geständnis genannt
Die „New Republic“ nannte den Sager sogar ein „politisches Geständnis“. Trump habe laut ausgesprochen, was ihm Kritiker seit Langem vorwerfen: Statt an normale Familien denke er an Macht, Krieg und die eigene Inszenierung. Das Drama illustriert jedenfalls sein Dilemma: Er wurde 2024 mit dem Versprechen niedriger Lebenshaltungskosten nach dem Inflationsfiasko der Biden-Jahre gewählt. Jetzt treibt er die Preise selbst an – mit einem Irankrieg, den die meisten Amerikaner ablehnen.
Trump sinkt in den Umfragen immer weiter
Für Trump ist das Gift in den Umfragen! Laut einer Berechnung des Schnitts der Top-Erhebungen durch Umfrageguru Nate Silver (48) sackte die Zustimmung für Trumps Amtsführung auf 38,5 Prozent ab. 58,1 Prozent lehnen sie ab. Es sind die tiefsten Werte seiner zweiten Amtszeit. Vizepräsident JD Vance (41) versuchte, die politische Bombe zu entschärfen. Erfolglos. Er behauptete, Trump habe das so nicht gesagt – jedenfalls keinesfalls so gemeint.
Bei den Republikanern schrillen derweil die Alarmglocken. Sie fürchten bei den Kongresswahlen im November den Verlust ihrer Mehrheiten in beiden Kammern. Steigende Benzinpreise, Kriegsmüdigkeit und Trumps schwache Umfragewerte ziehen die Partei nach unten.



