Trump droht mit Abzug von weit mehr als 5000 US-Soldaten aus Deutschland
Trump: Deutlich mehr US-Soldaten aus Deutschland abziehen

Die USA könnten ihre Truppenpräsenz in Deutschland drastischer reduzieren als bislang bekannt. Präsident Donald Trump erklärte am Samstag, die Zahl der abzuziehenden Soldaten werde „weit mehr als 5000“ betragen. Bisher war ein Abzug von 5000 Soldaten im Gespräch gewesen. Trump sprach vor Journalisten in West Palm Beach, Florida. Laut US-Militär sind derzeit 39.000 US-Soldaten in Deutschland stationiert, insgesamt 86.000 in Europa.

Hintergrund des Truppenabzugs

Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen Berlin und Washington. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte zuvor Kritik am Irankrieg geübt, was Trumps Zorn erregte. Der Irankrieg begann Ende Februar mit Luftangriffen der USA und Israels auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, Golfstaaten und US-Einrichtungen. Zudem sperrte Iran die Straße von Hormus, während die USA iranische Häfen blockierten.

Trumps Äußerungen zu Iran

Trump kündigte an, einen von Iran übermittelten Plan zur Beendigung des Krieges prüfen zu wollen, zeigte sich jedoch skeptisch. „Sie haben noch keinen ausreichend hohen Preis für das gezahlt, was sie der Menschheit und der Welt in den vergangenen 47 Jahren angetan haben“, schrieb er auf Truth Social. In Florida sagte Trump: „Sie wollen einen Deal.“ Auf die Frage nach der Beseitigung iranischer Raketenproduktionskapazitäten antwortete er: „Ja, ich würde sie gern beseitigen.“

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Waffenexporte an Partner im Irankrieg

Das US-Außenministerium genehmigte milliardenschwere Waffenlieferungen an Bahrain, Israel, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate. Außenminister Marco Rubio bewilligte per Notfallbeschluss acht Lieferungen im Wert von über 25 Milliarden US-Dollar. Der Kongress musste nicht zustimmen. Zur Begründung hieß es, die Partner würden „derzeit angegriffen“. Seit Kriegsbeginn habe Iran Tausende Raketen und Drohnen auf US-Partner abgefeuert, die meisten seien abgefangen worden.

Iran hatte Bedingungen für ein Kriegsende gestellt: Aufhebung der Seeblockade und eine neue Regelung für die Straße von Hormus. Die USA fordern die Herausgabe von hoch angereichertem Uran, die Einstellung des Atomprogramms und eine Begrenzung des Raketenprogramms. Die Waffenruhe, die Trump einseitig verlängert hat, hält, aber Gespräche über eine dauerhafte Lösung stocken.

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