Trump droht Iran mit Abschuss von Revolutionsgarden-Booten in Hormusstraße
US-Präsident Donald Trump hat eine deutliche Drohung an den Iran gerichtet und angekündigt, dass kleine Boote der iranischen Revolutionsgarden ausgeschaltet werden, sollten sie sich der neuen US-Seeblockade in der strategisch wichtigen Straße von Hormus nähern. Diese scharfe Warnung erfolgte nur kurz nach dem geplanten Beginn der Blockade und markiert eine weitere Eskalation im bereits angespannten Verhältnis zwischen Washington und Teheran.
Vorgehen nach Vorbild der Drogenbekämpfung
In einer Mitteilung auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, dass das US-Militär bei potenziellen Einsätzen gegen iranische Boote genau so agieren werde wie bei den bereits laufenden Operationen gegen mutmaßliche Drogenschmuggler im Pazifik und in der Karibik. Bisher seien die Vereinigten Staaten noch nicht gegen die sogenannten Schnellangriffsschiffe der Revolutionsgarden vorgegangen, da diese nicht als nennenswerte Bedrohung eingestuft worden seien, so der Präsident.
Historisch betrachtet haben die USA im Krieg einen Großteil der iranischen Marine zerstört. Dennoch verfügen die Revolutionsgarden über eine beträchtliche Anzahl kleiner, schneller Boote, die Berichten zufolge in gut versteckten Küstenstützpunkten stationiert sind und somit eine flexible und schwer zu ortende Herausforderung darstellen.
Kritik an tödlichen Angriffen in internationalen Gewässern
Seit dem Herbst des vergangenen Jahres hat das US-Regionalkommando Southcom im Pazifik und in der Karibik wiederholt Boote mutmaßlicher Drogenschmuggler versenkt, wobei über 100 Menschen getötet wurden. Kritiker aus dem In- und Ausland bezweifeln jedoch, dass diese tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind, und fordern eine Überprüfung der rechtlichen Grundlagen solcher Militäroperationen.
Details zur Seeblockade und ihren Zielen
Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten, Centcom, hatte zuvor angekündigt, dass die Seeblockade am Montag ab 10.00 Uhr US-Ostküstenzeit, entsprechend 16.00 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit, aktiv werden sollte. Von dieser Maßnahme betroffen sind Schiffe, die einen iranischen Hafen im Persischen Golf oder am Golf von Oman als Start- oder Zielpunkt haben.
Trumps primäres Ziel mit der Seeblockade ist es, zu verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für die Durchfahrt durch die Meerenge verlangt. Gleichzeitig soll das Land von seinen lebenswichtigen Öleinnahmen abgeschnitten werden, um den wirtschaftlichen und politischen Druck auf Teheran erheblich zu erhöhen. Der Iran zählt zu den größten Ölproduzenten weltweit, und die Straße von Hormus ist für den Export seines Öls auf die internationalen Märkte von entscheidender Bedeutung. Durch die Blockade hofft die US-Regierung, Teheran zu Zugeständnissen in anderen geopolitischen Bereichen zu zwingen.



