Trump droht Iran mit rascher Zerstörung von Brücken und Kraftwerken
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einer umfassenden Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden nach Ablauf seines Ultimatums gedroht. Im Weißen Haus erklärte Trump, die Vereinigten Staaten könnten innerhalb von nur vier Stunden eine „völlige Zerstörung“ herbeiführen. Die Frist, die er Teheran zur Öffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus gesetzt hat, läuft nach deutscher Zeit um 2.00 Uhr in der Nacht zum Mittwoch ab.
Ultimatum und konkrete Drohungen
Über seine angedrohte Zerstörung iranischer Infrastruktur sagte Trump, man wolle nicht, dass dies passiert, betonte jedoch zugleich: „Wir haben einen Plan.“ Jedes Kraftwerk werde in diesem Fall vom Netz gehen, brennen, explodieren und niemals mehr genutzt werden können. Kurz zuvor hatte er bereits gewarnt: „Das ganze Land kann in einer Nacht ausgeschaltet werden, und diese Nacht könnte morgen sein“. Diese Angriffsdrohungen gegen auch zivile Infrastruktur sind selbst in den USA umstritten, wobei Kritiker vor möglichen Kriegsverbrechen warnen.
Militärische Eskalation und diplomatische Bemühungen
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der ebenfalls an der Pressekonferenz im Weißen Haus teilnahm, kündigte eine Ausweitung der amerikanischen Luftangriffe im Iran-Konflikt an: „Heute wird – auf Anweisung des Präsidenten – der größte Umfang an Angriffen seit Beginn des Einsatzes geflogen“, sagte er. „Und dann hat Iran eine Wahl.“
Parallel zu den militärischen Drohungen laufen diplomatische Bemühungen für einen Ausweg aus dem Krieg weiter. Trump erklärte, man verhandele mit dem Iran und er denke, es laufe gut. Zu Bemühungen um eine Waffenruhe könne er nichts sagen, betonte jedoch, dass der Iran gerne eine Einigung erzielen wolle. Teheran hatte frühere US-Angaben zu produktiven Gesprächen teilweise zurückgewiesen.
Hintergrund: Straße von Hormus und jüngste Angriffe
Nach dem Ausbruch des von Israel und den USA am 28. Februar begonnenen Iran-Kriegs hatte Teheran die Schifffahrt durch die Straße von Hormus mit Angriffen und Drohungen quasi zum Erliegen gebracht. Weil diese Meerenge für den globalen Öl- und Gashandel zentral ist, schossen die Energiepreise nach oben. Trump betonte nun, eine Einigung müsse die Gewährleistung eines freien Transports von Öl durch die Straße von Hormus beinhalten.
Die USA haben jüngst bereits eine wichtige Brücke angegriffen: Kürzlich bombardierten sie die höchste Brücke des Landes, die „B1“ nahe Teheran. Trump kommentierte dies mit den Worten: „Die größte Brücke im Iran stürzt ein und wird nie wieder genutzt werden – es wird noch viel mehr folgen!“
Internationale Vermittlung und iranische Forderungen
Aus pakistanischen Geheimdienstkreisen hieß es am Ostermontag, den Kriegsparteien sei ein Plan für eine 45-tägige Waffenruhe mit Friedensgesprächen vorgelegt worden. Eine Annäherung, insbesondere für die Öffnung der vom Iran blockierten Straße von Hormus, schien jedoch weit entfernt. Die iranische Führung übermittelte eigenen Angaben jüngst ihre „Forderungen und Ansprüche“ an die Vermittler. Außenamtssprecher Ismail Baghai erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna, die Forderungen der USA seien „überzogen und inakzeptabel“.
Neben Pakistan vermitteln Saudi-Arabien, Ägypten und die Türkei zwischen Washington und Teheran. Der Iran setzte seine Raketen- und Drohnenangriffe auf die Nachbarländer am Golf auch zu Wochenbeginn fort. Nach einem Bericht des iranischen Staatssenders Irib lehnt Teheran eine Waffenruhe ab und fordert stattdessen ein dauerhaftes Kriegsende sowie Reparationen.



