Trump signalisiert möglichen Abzug der US-Truppen aus dem Iran-Krieg
In einer überraschenden Wendung hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, dass die Vereinigten Staaten erwägen, ihre Militäreinsätze gegen Iran zurückzufahren. Auf der Plattform Truth Social erklärte Trump, die USA stünden kurz davor, ihre Kriegsziele zu erreichen, darunter die Zerstörung der iranischen Raketensysteme, Rüstungsindustrie, Marine und Luftwaffe sowie der Schutz regionaler Verbündeter. Zudem betonte er, dass Iran niemals nukleare Fähigkeiten erlangen dürfe.
Spannungen im Nahen Osten bleiben hoch
Die Situation im Nahen Osten bleibt angespannt. Die israelische Armee bombardiert weiterhin Stellungen der iranischen Führung, während iranische Staatsmedien von neuen Angriffswellen auf Israel berichten. Mehrere Golfstaaten meldeten erneut Angriffe auf ihre Territorien. Die USA haben als Reaktion darauf mehr Kriegsschiffe und Tausende zusätzliche Soldaten in die Region entsandt.
Ein Medienbericht deutet darauf hin, dass die US-Regierung erwägt, die iranische Insel Charg zu besetzen, um die Straße von Hormus zu öffnen. Diese strategisch wichtige Wasserstraße ist für den globalen Ölhandel von entscheidender Bedeutung. Trump kommentierte, dass die Straße von Hormus künftig von den Staaten geschützt werden solle, die sie nutzen, und dass die USA hierfür nicht notwendig seien.
Merz kündigt Gespräch mit Trump an
Bundeskanzler Friedrich Merz hat angekündigt, am Wochenende mit US-Präsident Donald Trump zu telefonieren. Bei einem Wahlkampfauftritt in Bad Dürkheim, Rheinland-Pfalz, sagte Merz: „Ich muss am Wochenende mit ihm sprechen.“ Er erwähnte, dass er Trump nach Rheinland-Pfalz einladen wolle, bezweifelte jedoch, ob dieser die Einladung annehmen werde, da Trump derzeit nicht gut auf ihn zu sprechen sei.
Merz hatte zuvor Trumps Forderungen nach Hilfe in der Straße von Hormus abgelehnt und die Planlosigkeit der USA im Iran-Krieg kritisiert. Trotz dieser Differenzen betonte er, sich weiter um die transatlantischen Beziehungen bemühen zu wollen.
Weitere Entwicklungen und Hintergründe
Das Pentagon hat offenbar umfangreiche Vorbereitungen für einen möglichen Einsatz von US-Bodentruppen in Iran getroffen, wie der US-Fernsehsender CBS News berichtet. Hochrangige Militärkommandeure hätten konkrete Anfragen eingereicht, um Optionen für einen Bodeneinsatz zu prüfen. Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte jedoch, dass dies nicht bedeute, dass Trump bereits eine Entscheidung getroffen habe.
Zudem dürfen die USA künftig britische Militärbasen nutzen, um iranische Raketenstellungen anzugreifen, die für Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus verantwortlich sind. Großbritannien betonte, sich nicht direkt an den Angriffen beteiligen zu wollen, und forderte eine schnelle Deeskalation des Konflikts.
In Iran wurden erste Hinrichtungen nach Protesten gemeldet, darunter der 19-jährige Ringer Saleh Mohammadi. Das Regime sendet damit eine klare Botschaft, und weitere Exekutionen könnten folgen. Der Iran-Krieg, der mittlerweile drei Wochen andauert, hat zu hohen Ölpreisen und sinkenden Börsenkursen geführt, was auch Auswirkungen auf den globalen Luftverkehr hat, wie ein Luftfahrtexperte in einem Interview erklärte.
Trump hat zudem erneut um Unterstützung von Ländern wie China und Japan geworben, um die Straße von Hormus zu sichern. Er schloss einen Waffenstillstand mit Iran aktuell aus, äußerte aber die Hoffnung, dass Israel bei einem Ende der US-Angriffe bereit sei, den Krieg zu beenden.



