Trump verkündet bevorstehendes Ende des Irankriegs
US-Präsident Donald Trump hat in einem Interview mit dem Sender NBC News das baldige Ende des amerikanischen Militäreinsatzes gegen Iran angekündigt. »Wir machen das großartig«, erklärte Trump. »Und es geht zu Ende.« Laut einem Bericht des Wall Street Journal soll sich der Präsident bereits einen Tag zuvor gegenüber seinen Beratern bereit erklärt haben, den Krieg zu beenden – selbst wenn die strategisch wichtige Straße von Hormus weiterhin weitgehend gesperrt bleibt.
Iran fordert Garantien für Kriegsende
Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian hat für den Fall einer Beendigung des Krieges »Garantien« verlangt. In einem Telefonat mit EU-Ratspräsident António Costa betonte er: »Wir haben den nötigen Willen, um den Konflikt zu beenden – unter der Bedingung, dass die notwendigen Garantien gegeben sind, um eine Wiederholung der Aggression zu verhindern.«
US-Journalistin im Irak entführt
Mitten in Bagdad ist am Dienstagabend die amerikanische Journalistin Shelly Kittleson verschleppt worden. Nach Berichten irakischer Medien haben mehrere vermummte Entführer die freiberufliche Reporterin vor dem Palestine-Hotel in ein Auto gezerrt. Anschließend versuchten sie, mit ihrer Geisel in Richtung der Kleinstadt Jurf al-Sakhar zu fliehen, die seit Langem als Hochburg radikaler schiitischer Milizen bekannt ist.
Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Das irakische Innenministerium gab kurze Zeit später bekannt, man habe die Spur der Täter aufnehmen können. Bei der Verfolgung sei ein Fahrzeug der Entführer gestoppt worden, das sich anschließend überschlug. Ein Verdächtiger wurde festgenommen. Anfängliche Berichte, dass Kittleson dabei verletzt befreit werden konnte, wurden nicht bestätigt.
Shelly Kittleson berichtet seit anderthalb Jahrzehnten aus den Krisengebieten der Region. Ihre Texte und Bilder sind im BBC World Service, Politico, Foreign Policy und diversen weiteren Medien veröffentlicht worden. 2017 erhielt sie die italienische Auszeichnung »Premio Caravella« für ihre Arbeit.
Eskalation im Libanon und Israel
Die Lage in Nahost bleibt weiterhin angespannt. Bei israelischen Luftangriffen auf mehrere Orte im Süden des Libanon sind am Dienstag nach offiziellen libanesischen Angaben mindestens acht Menschen getötet worden. Im unweit der Grenze zu Israel gelegenen Bint Dschubail wurde ein Treffpunkt einer Rettungsorganisation getroffen, die mit der von Iran finanzierten Hisbollah-Miliz verbunden ist.
Israel bereitet sich auf langen Krieg vor
Israel ist nach eigenen Angaben für einen »wochenlangen« Krieg aufgestellt. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz bekräftigte am Dienstag die Absicht, bis auf Weiteres Teile des Südlibanons zu besetzen. Von dort aus vertriebene Bewohner dürften erst zurückkehren, wenn die Sicherheit der Bewohner im Norden Israels gewährleistet sei.
Die Hisbollah-Miliz feuert weiterhin Raketen und Drohnen auf Israel. In mehreren Gebieten im Norden des Landes heulten am Abend immer wieder die Warnsirenen. Betroffen war auch die Küstenstadt Haifa. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom meldete mehrere Verletzte in Nordisrael.
Internationale Reaktionen
Papst Leo hat US-Präsident Donald Trump dazu aufgerufen, einen »Ausweg« zur Beendigung des Irankriegs zu suchen. »Hoffentlich sucht er nach einem Weg, die Gewalt zu verringern«, so der amerikanische Pontifex in Castel Gandolfo. Leo beklagte die Zahl der Toten und erklärte, er hoffe auf ein Ende der Gewalt vor Ostern.
Nach einem Treffen der Außenminister Chinas und Pakistans in Peking haben die Länder gemeinsame Positionen zum Krieg in Nahost vorgestellt. »China und Pakistan fordern eine sofortige Einstellung der Kampfhandlungen und größtmögliche Anstrengungen, um eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern«, hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme.
Italien verweigert USA Landeerlaubnis
Italien hat den USA laut Medienberichten untersagt, auf einem ihrer Militärstützpunkte zu landen. Diese Entwicklung unterstreicht die wachsenden internationalen Spannungen im Zusammenhang mit dem Irankrieg.
Hintergrund des Konflikts
Der Libanon war Anfang März in den Irankrieg hineingezogen worden. Damals feuerte die von Iran unterstützte Hisbollah als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Khamenei Raketen auf Israel ab. In der Folge griff Israel zahlreiche Ziele im Libanon an und schickte Soldaten über die Grenze.
Die Entführung der Journalistin Shelly Kittleson betrifft einen rasant eskalierenden innenpolitischen Konflikt im Irak: zwischen der Regierung und einem Teil jener schiitischen Milizen, die weiterhin auf Befehle aus Iran hören. Seit dem Irankrieg feuern die Iran-treuen Milizen Raketen und Drohnen auf US-Stützpunkte, aber auch auf Basen anderer irakischer Streitkräfte.



