Trump nennt Irankrieg »kleinen Umweg« und kündigt baldiges Friedensabkommen an
Trump: Irankrieg nur »kleiner Umweg« vor Friedensdeal

US-Präsident relativiert Militäreinsatz und sieht Einigung mit Teheran nahe

US-Präsident Donald Trump hat den andauernden Konflikt mit Iran in einer öffentlichen Stellungnahme als »kleinen Umweg« bezeichnet. Gleichzeitig signalisierte er optimistisch, dass ein Friedensabkommen mit dem iranischen Regime in greifbarer Nähe liege. Bei einem Auftritt in Las Vegas äußerte Trump wörtlich: »Wir übertreffen alle Rekorde und das trotz unseres kleinen Umwegs durch das reizende Land Iran«. Er rechtfertigte die militärischen Maßnahmen mit der Aussage: »Aber wir mussten es tun, denn sonst hätten schlimme Dinge passieren können«.

Iran soll Übergabe von angereichertem Uran zugestimmt haben

In Washington gab Trump bekannt, dass Iran einer zentralen Forderung der Vereinigten Staaten zugestimmt habe: der Übergabe seiner Bestände an angereichertem Uran. »Sie haben zugestimmt, uns den Atomstaub zurückzugeben«, erklärte der Präsident am Donnerstag vor Journalisten, ohne dabei konkrete Details zu nennen. Trump bezeichnete die Uranbestände wiederholt als »Atomstaub« und betonte, beide Nationen stünden »sehr kurz« vor der Unterzeichnung eines umfassenden Friedensabkommens. »Es gibt eine sehr gute Chance, dass wir einen Deal erzielen«, so seine Einschätzung.

Hintergrund: Urananreicherung und internationale Spannungen

Aus westlicher Perspektive könnte das angereicherte Uran aus dem iranischen Atomprogramm potentiell für die Entwicklung von Nuklearwaffen genutzt werden. Teheran weist diese Vorwürfe entschieden zurück und verweist auf die zivile Nutzung seiner Atomaktivitäten. Laut der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ist Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert. Für den Bau von Atomsprengköpfen wären 90 Prozent erforderlich, während für die Stromerzeugung lediglich 3,67 Prozent ausreichen.

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Zweiwöchige Feuerpause und Vermittlungsbemühungen

Die USA und Iran haben sich vor einer Woche auf eine zweiwöchige Feuerpause verständigt. In diesem Zeitraum sollen unter Vermittlung Pakistans Verhandlungen über ein dauerhaftes Ende des Konflikts stattfinden, der Ende Februar mit gemeinsamen US-israelischen Angriffen begonnen hatte. Nach einer zunächst gescheiterten Gesprächsrunde intensiviert Pakistan nun seine Bemühungen, um eine neue Verhandlungsrunde zu ermöglichen. Trump bekräftigte: »Wir sind sehr nahe dran an einem Abkommen« und kündigte an, die Waffenruhe bei Bedarf zu verlängern.

Innere Kritik in den USA an Trumps Kriegskurs

Innerhalb der Vereinigten Staaten bleibt der Kurs von Präsident Trump in der Iran-Frage äußerst umstritten. Eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Ipsos ergab, dass 51 Prozent der Befragten den Irankrieg angesichts der hohen Kosten für nicht gerechtfertigt halten. In einer weiteren Erhebung der Universität Quinnipiac machten 65 Prozent der Teilnehmer Trump für die steigenden Benzinpreise verantwortlich, die als Folge der Blockade der Straße von Hormus eingetreten sind. Diese innenpolitischen Spannungen unterstreichen die komplexe Lage, in der sich die US-Regierung derzeit befindet.

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